Betreiber-Ethernet-Prüfung | Betreiber-Ethernet-Prüfung | NETSCOUT

Betreiber-Ethernet-Prüfung

Wie in vielen anderen Bereichen wird Ethernet wahrscheinlich die Vorherrschaft im Bereich WAN-Zugang erlangen. Ethernet bietet viele Vorteile über traditionelle TDM-Dienste. Der überzeugendste Vorteil sind eindeutig die niedrigen Gebühren des Ethernets. Bei so vielen Anbietern und Konkurrenz sind Preise fallend und die Preisgebung ist aggressiv. Ethernet kann für Kunden oft sehr kostengünstig anzuschließen sein, da sie voraussichtlich ungenutzte Ports an bestehender Ausrüstung aufweisen. Bandbreiten-Granularität erlaubt Betreibern, die exakt vom Kunden gewünschte Bandbreite anzubieten und leichter hochzustufen. Beispielsweise kann ein Betreiber einen 1GBps-Link installieren und die Bandbreite auf 200MBps begrenzen. Wenn dem Kunden diese Begrenzung nicht mehr ausreicht, kann eine einfache Neukonfiguration die Begrenzung auf den erforderlichen Wert ändern. Traditionelle TDM-Schaltkreise erforderten Bandbreiten in größeren Abstufungen und komplett anderer Hardware, um z.B. von T1 zu T3 auf OC-3 aufzurüsten. So stellen wir fest, dass Ethernet auf große Geschwindigkeiten – bis zu 1GBps und höher skalierbar ist. Ethernet bietet auch eine einfachere Handhabung. Der Ethernet-Frame, der die Lokation des Kunden verlässt kann schnell und effizient durch ein Nur-Ethernet Betreibernetzwerk geleitet werden.

Marktumfeld

Es gibt eine Vielzahl von Anwendungen, in denen Sie Ethernet-Betreiber finden. Einzelhandelsverkauf bezieht sich auf Fälle, in denen ein Anbieter Ethernet-Dienste an einen Endkunden verkauft, gewöhnlich an ein Geschäft oder eine Firma. Traditionelle TK-Anbieter haben eine starke Präsenz in diesem Umfeld, aber sie werden nun durch neue, spezialisierte Anbieter und MSO herausgefordert. Multinationale Kunden wollen normalerweise einen einzigen Dienstanbieter, der den gesamten Kommunikationsbedarf abdeckt. Allerdings haben sehr wenige Serviceanbieter einen Standort in jedem Markt in der Welt, wenn sie also End-to-End Service anbieten möchten, müssen sie für Ethernetservices mit lokalen Anbietern einen Vertrag abschließen. Diese Art von Serviceanbieter-an-Serviceanbieter Abnahme wird als Großhandel bezeichnet. Ethernet-Testen und Fehlersuche für diese Anwendungen kann besonders schwierig sein, da der Betreiber keinen Einblick in die gesamte Netzwerkumgebung hat.

Rücktransport (Backhaul) bezieht sich die auf die nicht-öffentlichen Netzwerke, die genutzt werden, um weitere Kommunikationstechnologien zusammenzuschalten. Der umfangreichste Markt für Backhaul liegt in der Mobiltelefon-Branche. Viele der Verbindungen zwischen Mobilfunk-Stationen und zentralen Stationen werden durch Ethernet übertragen, und von diesem Markt wird ein deutliches Wachstum erwartet. Andere Beispiele von Backhaul umfassen WiFi und WiMAX Hotspots sowie Satelliten-Kommunikation. Ebenso gibt es Benutzer von Ethernet-Betreibern, die kein Dienstanbieter sind. Einige Kunden mieten Glasfaseranschlüsse, die nichts anderes sind als eine physikalische Systemverbindung zwischen Standorten und die bringen ihre eigene Ausrüstung an jedem Ende an - häufig ist das Ethernet. Beim Ankauf ist das unter dem Begriff “dunkler Glasfaser” bekannt. Viele große, geographisch konzentrierte Organisationen wie Militärstützpunkte, Stadtregierungen und Energieversorger installieren und verwalten ihre eigenen Ethernetnetze. Einige darunter verkaufen Ethernetservices sogar an andere Organisationen.

Mit Fokus auf Tests

Wenn ein Betreiber einen Ethernetschaltkreis einrichtet, gibt es diverse Methoden dessen Funktionalität zu überprüfen. Der geradlinigste Ethernet-Test ist, einfach nachzusehen, ob die Leuchten an der Ausrüstung aufleuchten. Ein etwas besserer Ethernet-Test ist, wenn ein Laptop angeschlossen wird, ein Router angePINGt oder auf eine Webseite zugegriffen wird. So wird angezeigt, dass die Verbindung arbeitet, allerdings geben sie geben keine Auskunft über die Ist-Leistung der Verbindung. Kunden die viel für erweiterte Serviceleistungen zahlen, wünschen sich möglicherweise deutlichere Indikatoren, dass sie das auch erhalten, für das sie bezahlen. Und Betreiber müssen überprüfen, dass der Schaltkreis jegliche SLA's abdeckt, die sie mit dem Kunden haben könnten.

BERT ist eine Abkürzung für Bit Error Rate Testing (Fehlerhäufigkeitsprüfung), die eine alte Telekommunikationstestmethode ist, bei der Rahmen über die Verbindung mit der maximalen möglichen Rate gesandt werden und Störungen gezählt werden. So wird den Kunden der Nachweis erbracht, dass sie die Bandbreite erhalten für die gezahlt wird. Der vollständigste Ethernet-Test ist RFC 2544 - eine Spezifikation, die von der Internet Engineering Task Force entwickelt wurde, den gleichen Leuten, die das Internet, E-Mail und andere moderne Annehmlichkeiten erfanden. Hier wurde eine Methode festgelegt, um alle kritischen Leistungsmerkmale eines Schaltkreises zu messen. Das erste ist Messung ist Durchsatz, generell die maximale Rahmenübertragungsrate, die für Ethernet von 2 Megabit pro Sekunde bis zu einem Gigabit pro Sekunde und darüber reichen kann. An zweiter Stelle ist Verlust - wieviele Rahmen das Netzwerk zwischen einem Ende und dem anderen verliert. Burst-Test ist an Dritter, und hier wird die Fähigkeit des Schaltkreises gekennzeichnet Rahmenraten über das festgelegte Maximum hinaus zu bewältigen. Z.B. kann ein Serviceanbieter einen 20 Megabit Schaltkreis zur Verfügung stellen, der die Fähigkeit hat, 50Megabit pro Sekunde für kurze Zeiträume zu leiten (weniger als eine Sekunde). So muss der Kunde nicht extra zahlen für Bandbreiten, die nur selten in Anspruch genommen werden. Hatten Sie jemals einen Telefonanruf, bei dem es lange dauerte bis die Stimme der anderen Person hörbar wurde? Der ist der vierte Parameter - Latenz oder Verzögerung. Genauso wie Latenz den Sprachaustausch schwierig gestalten kann, ist dies auch der Fall zwischen Computern.

Schließlich ist Jitter kein Teil von 2544, aber es wird oft simultan getestet. Jitter im Grad der Latenz. Auf modernen Netzwerken kann die Zeit variieren, die Bilder benötigen, um von einem Ende zum anderen zu gelangen. Jitter ist das Maß dieser Abweichung. Verlust, Jitter und Latenz sind für die meisten Anwendungen nicht besonders kritisch. Aber in jenen Anwendungen, wo Daten in Echtzeit erscheinen müssen, wie Voice-Over-IP-oder Videostreaming steht nicht ausreichend Zeit zur Verfügung, um verlorene oder verzögerte Rahmen erneut zu übertragen oder wieder zu kompilieren. Ergo, es ist wichtig akzeptable Niveaus von Verlust, Jitter und Latenz zu haben. Dienstanbieter können evtl. nicht alle Tests verwenden, aber wenn, dann wird so die vollständigste Charakterisierung eines Schaltkreises bereitgestellt.

Überwachung und Fehlersuche

Das Testen heraufzusetzen wird dann zu einem Spezialfall, indem die Verbindung nicht betriebsbereit ist wenn Tests durchgeführt werden. Sobald die Verbindung dem Kunden überlassen worden ist, kann diese Art von Test nur selten erfolgen, nämlich wenn die Verbindung außer Dienst genommen wird. Übrigens gibt es Wege eine Verbindung zu prüfen, die aktiv im Service ist. Die oben erwähnten RFC- 2544 Tests können verwendet werden, um einen Schaltkreis zu kennzeichnen, aber Vorrichtungen an jedem Ende müssen so angeschlossen werden, dass der Kundenverkehr ungehindert fließen kann. Weiter sollten die Tests, die durchgeführt werden die Verbindung nicht unnötig belasten. Beispielsweise kann der Versuch die Verbindung mit dem maximalen Verkehrsniveau zu laden eine unzulängliche schwache Leistung für den Datenbetrieb des Kunden zur Folge haben. Um das zu vermeiden, muss das Verkehrsniveau niedrig gehalten werden. Eine anderer Ansatz wäre eine herabgesetzte Priorität auf die Testrahmen anzuwenden, damit das Netz sie zuerst verwirft. Diese Ansätze erlauben Messungen aller RFC- 2544 Parameter mit Ausnahme von Durchsatz und potentiellem Verlust, die normalerweise ein Laden (oder eine Überbelastung) der Verbindung erfordern.

Manchmal erfordert die Fehlerbeseitigung eine Überwachung des tatsächlichen Kundenverkehrs auf der Verbindung. Dazu gibt es einige verschiedene Ansätze. Der erste Ansatz ist die Verwendung einer Testvorrichtung mit doppeltem Anschluss, die im Verkehrsweg (in-line) angeschlossen werden kann. Das erfordert jedoch ein Trennen der Verbindung und könnte potentiell nicht immer umsetzbar sein. Der zweite Ansatz verwendet einen Tap, der auf der Verbindung angebracht werden kann und dort verbleiben und genutzt werden kann, wann immer die Verbindung überwacht werden muss. Das ist mit zusätzlichen Gebühren verbunden, jedoch sind Preise für Taps normalerweise ein kleiner Bestandteil der Testergebühren. Eine dritte Methode ist, sich von der Netzwerkausrüstung melden zu lassen, was geschieht. Prüfvorrichtungen mit SNMP-Fähigkeit können mit Routern und Switches im Netzwerk kommunizieren und dem Bediener zeigen, was sie sehen. Während dieses nicht die Tiefe der Analyse einer Inline oder Tap-Verbindung bietet, ist es viel einfacher, da es keine Notwendigkeit gibt, die Verbindung zu brechen, nichts anzubringen, und es kann überall vom Netzwerk aus getan werden.

 
 
Powered By OneLink