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5 wichtige Schritte für erfolgreiche Anwendungsfehlerbehebung


Fünf wichtige Schritte für eine erfolgreiche Fehlersuche bei Applikationsproblemen

Wir diskutieren jeden dieser Schritte in Folge:
1. Die Fehlerursache bestimmen und das Netzwerk als Fehlerquelle ausschließen.
2. Eine Applikationsflussanalyse durchführen.
3. Das Problem beheben.
4. Das Problem überprüfen.
5. Die Problembehebung dokumentieren.

Die Fehlerursache bestimmen und das Netzwerk als Fehlerquelle ausschließen.
Dieses Verfahren umfasst die folgenden drei Schritte: (1) Prüfung von Netzwerkdiensten; (2) Prüfung der Netzwerkverbindung zum Server; und (3) Bestimmung des Netzwerkpfads.

Prüfung der Netzwerkdienste. Um den Netzwerkdienst zu überprüfen, müssen wir zwei Dinge tun. Zuerst müssen wir sicherstellen, dass Clients eine IP-Adresse, Subnetzmaske, Standard-Router-Adresse und DNS-Serveradresse haben oder erhalten. Auf einem Windows® Client können Sie das Befehlszeilen-Tool Ipconfig verwenden, um dies zu tun. Wenn dem Client keine IP-Adresse zugewiesen ist, könnte dies auf einen Fehler in der Verbindung mit dem DHCP-Server zurückzuführen zu sein. Auf der Befehlszeile können Sie den Befehl ipconfig/release gefolgt von ipconfig/renew eingeben. Dadurch leitet der Client den vierstufigen Prozess zum Erhalten der Konfigurationsparameter vom DHCP-Server ein.


Mit dem OptiView von NETSCOUT ist es viel einfacher, DHCP zu testen und Sie erhalten wesentlich mehr Informationen. Durch Platzieren und Einschalten des OptiView am vom Client verwendeten Verbindungspunkt führt der OptiView automatisch einen Discovery-Prozess aus, um Geräte im Netzwerk zu finden. Dieser Prozess enthält das Erhalten einer Adresse für das Analysegerät vom DHCP, wie in Abbildung 21 gezeigt.

Abbildung 21. DHCP-Antwort mit OptiView


Sie können sehen, dass der Test erfolgreich war und der OptiView IP-Adresse, Teilnetz-Maske, Standard-Router und DNS-Server empfangen hat. Vom Netzwerk-Services-Test können Sie sehen, dass der Prozess zum Einholen einer Adresse etwas weniger als eine Sekunde gedauert hat, eine Tatsache, die die gewöhnlichen Kommandozeilen-Tools nicht verfügbar machen. Ein Netzwerkanschluss-Verbindungsprotokoll bietet die DHCP-Prozessschritte zum Erreichen der OptiView IP-Adresse.



Die zweite Sache, die wir testen müssen, ist DNS. Um zu sehen, ob ein Client Namen auflösen kann, können wir wieder zwei Ansätze verwenden. Von der Befehlszeile aus können wir nslookup verwenden.

nslookup ist ein Tool, das manchmal zur Problembehandlung bei DNS-Servern verwendet wird. Seine Verwendung ist etwas umstritten, da es oft von Hackern verwendet wird. Es kann keine konsistenten Ergebnisse liefern, da Nameserver oft nicht auf nslookup-Abfragen reagieren dürfen. Dennoch ist nslookup in kompetenten Händen mit guten Absichten hilfreich.

Es kann verwendet werden, um eine allgemeine Abfrage in einer Domäne durchzuführen, und es kann verwendet werden, um eine bestimmte Art von Abfrage anzugeben. Wenn Sie zum Beispiel nslookup eingeben und Eingabe klicken, können Sie ein Ergebnis erhalten, wie in Abbildung 22 gezeigt wird.

Abbildung 22. Das nslookup-Tool



Das nslookup ist ein Tool, das uns Informationen über Server, Domänen und die Adressen der Server gibt. Oft gibt es Unterbefehle, die Abfragen über Mail-Server oder Exchange-Server ermöglichen. Eine Suche im Internet nach Beschreibungen wird viele Informationen zeitigen. Ein einfacherer Ansatz ist, das gleiche Bild zu verwenden, das wir zum Testen von DHCP verwendet haben. In Abbildung 23 können wir sehen, dass der OptiView zum Auflösen des Namens flukenetworks.com konfiguriert wurde. Der Test war erfolgreich, und die IP-Adresse wurde in 2 ms zurückgegeben.

Abbildung 23. DNS-Test mit OptiView



Ein Test, den wir seltener verwenden, ist das Reverse-Lookup. Mit dem Einreichen einer IP-Adresse sollte der DNS-Server den entsprechenden Server zurückgeben, der diesen Namen verwendet. Während das Commandline-Tool nslookup verwendet werden kann, können Sie dem OptiView eine umgekehrte Namenssuche hinzufügen, indem Sie einfach die IP-Adresse in das Fenster eingeben, das erscheint, wenn Sie einen DNS-Server auswählen und auf Hinzufügen klicken. Dies ist in Abbildung 24 dargestellt.

Abbildung 24. Hinzufügen eines Reverse-Lookup mit OptiView


Geräteverbindung. Der Pingbefehl ist so weit verbreitet, dass er Teil unserer Sprache geworden ist. Im Networking hat er eine sehr spezifische Bedeutung. Es ist eine kleine Anwendung, die ein Abfrage-Paket an ein Zielgerät sendet, um zu prüfen, ob das Gerät reagiert. Aus Sicherheitsgründen darf das Gerät manchmal nicht reagieren. Es bleibt jedoch die am weitesten verbreitete Methode zum Testen der Verbindung.


Von den meisten Eingabeaufforderungen aus können Sie den Befehl Ping x.x.x.x. ausführen. Dadurch sendet der Protokollstapel ein Paket namens ICMP Echo Request an die Adresse x.x.x.x. Manche Geräte reagieren nicht auf Pings und manche Firewalls blockieren Echoanforderungen. Aber wenn Ihre Echoanfrage die Reise übersteht und das Ziel erreicht, wird das Zielgerät voraussichtlich mit einem anderen ICMP-Paket namens ICMP-Echo-Antwort reagieren. Netzwerk-Administratoren verwenden Ping-Pakete für viele Zwecke. Dies wird gemacht, indem man einen Switch hinzufügt, der einem Unterbefehl ähnlich ist. Unter anderem haben Sie folgende Möglichkeiten: Sie können sehen, ob ein Paket mit M Bytes das Ziel erreicht (pingen mit – l M Switch), pingen kontinuierlich bis zum Abbruch (-t-Switch) und pingen bis zu N Hops (Ping – i N). In Abbildung 25 können Sie die erste dieser Möglichkeiten sehen. Der ständige Ping wird in der Regel mit CNTL-C gestoppt. Zwar gibt es geringfügige Abweichungen von dem Ping-Befehl in verschiedenen Betriebssystemen, aber die meisten unterstützen die hier beschriebene Nutzung.

Abbildung 25. Ping mit ausgewiesener Nutzlast


Angenommen, wir glauben, dass wir eine Route haben, die Pakete über 1000 Byte verliert, da MTU nicht den Standard-Wert 1460 hat. Wir schicken einen Ping, der eine Nutzlast von 900 Byte angibt, gefolgt von einem Ping, der eine Nutzlast von 1100 Byte angibt. Dies wird uns einen Hinweis geben. Denken Sie daran, dass dies von der Tatsache abhängt, das nichts im Pfad die ICMP-Pakete aus Sicherheitsgründen blockiert.


Ping-Verbindungstests lassen sich einfach konfigurieren und im OptiView ausführen. In Abbildung 26 können Sie den Bildschirm sehen, der angezeigt wird, wenn Sie ein Gerät auf dem Discovery-Bildschirm auswählen und auf Gerätedetail klicken. Von hier aus können Sie Ping-Tests und andere Tests ausführen, die wir später besprechen werden.

Abbildung 26. Verwenden von OptiView


Wenn Sie die Nutzlast ändern, den Test mehr oder weniger häufig durchführen oder die Anzahl der Hops beschränken wollen, können Sie auf Test konfigurieren klicken.

Abbildung 27. Ping-Optionen



Das Ergebnis wird ein Bericht sein wie der in Abbildung 28 gezeigte, der uns sagt, wie schnell die Antwort zurückkam und ob eins der Pakete oder eine der Antworten verloren ging.

Abbildung 28. Der Ping-Bericht





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