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Technischer Anwendungsbericht: Fehlerbehebung in entfernten Netzwerken – Empfohlene Maßnahmen

Management und Mitarbeiter an entfernten Standorten erwarten dieselbe Leistung hinsichtlich der Netzwerkwartung wie die Hauptniederlassung. Wenn jedoch nicht ausreichend IT-Mitarbeiter zur Verfügung stehen, um entfernte Netzwerke zu unterstützen, zeigen sich die Anwendungen und Dienste sowie die Netzleistung an diesen entfernten Standorten im Vergleich zur Hauptniederlassung oft als weniger zuverlässig.

In diesem Whitepaper erfahren Sie, wie Sie mithilfe der empfohlenen Maßnahmen auch an entfernten Standorten eine optimale Netzwerkbereitstellung ermöglichen.

  • INHALT
  • Einleitung
  • Empfohlene Maßnahmen für die Fehlerbehebung
  • Netzwerkerkennung
  • Baselining
  • Proaktive Aufgaben
  • Reaktive Aufgaben
  • Wartungsaufgaben
  • Die Lösung: Integrated Analyzer

Einleitung

Zweigniederlassungen sind eine Tatsache für die meisten Organisationen und während entfernte Mitarbeiter die gleichen Netzwerk-Anwendungen, -Services und -Leistung wie die Mitarbeiter in der Unternehmenszentrale erwarten, haben die meisten IT-Organisationen nicht das erforderliche Budget oder Personal, um diese Standorte zu besetzen. In vielen Fällen rechtfertigt die Größe des Standorts kein Personal vor Ort, aber die Mitarbeiter dort fordern das gleiche Service-Niveau wie größere Standorte.

Auch wenn die Server-Zentralisierung, die Konsolidierung und die Ausrichtung auf webfähige Anwendungen geschäftliche Vorteile bringen, kann eine optimale Produktivität nur dann erreicht werden, wenn unternehmensweit dieselben Leistungen verfügbar sind. Leider kann selbst eine scheinbar perfekt geplante Bereitstellung entfernte Standorte und deren Mitarbeiter nicht grundsätzlich vor Leistungsabfall und Verfügbarkeitsproblemen schützen. Die Mitarbeiter der IT-Abteilung in der Hauptniederlassung sehen sich also mit einer weiteren Herausforderung konfrontiert: Sie müssen sich um die Leistung, Verfügbarkeit, Sicherheit und Netzwerktransparenz der entfernten Standorte kümmern.

Wenn Remote-Anwender über schlechte Serviceleistung oder VoIP-Qualität klagen, muss der Netzwerksupport in der Lage sein, die Problemursache schnell zu finden und zu beseitigen. Ausfälle und Leistungseinbußen an den entfernten Standorten sind besonders schwer zu lösen, da die Entfernung, die Reisezeit und fehlende Geräte, die dort möglicherweise nicht zur Verfügung stehen, die IT-Mitarbeiter zusätzlich belasten. Die Organisation der notwendigen Werkzeuge und das Verschicken des Personals an die Filialen zur Fehlersuche ist Zeit raubend und teuer, und die Abwesenheitszeiten tragen zu Verzögerungen oder zum Stillstand anderer kritischer Arbeiten, wie Planung und Durchführung von IT-Projekten, bei.

Was wird gebraucht? Eine Strategie, ein Prozess und ein Toolset, die die entfernten Standorte und die Unternehmenszentrale abdecken. Mit den richtigen Informationen und Geräten können die IT-Mitarbeiter so Probleme schnell und einfach verstehen und lösen. Durch zusätzliche Netztransparenz könnte das IT-Personal sogar Leistungsstörungen an entfernten Standorten entdecken, bevor sie dort zum Problem werden. Diese Strategie bietet den IT-Mitarbeitern die Möglichkeit, proaktiv zu handeln, um Engpässe und andere Probleme zu beseitigen, die die entfernten Benutzer betreffen und den Geschäftsbetrieb behindern könnten. Zudem sind Reisen in die Filialen somit nicht mehr erforderlich: Die Folge sind Zeiteinsparungen, eine verbesserte Netzwerkverfügbarkeit und mehr verfügbare Zeit für missionskritische Projekte.

Empfohlene Maßnahmen für die Fehlerbehebung an entfernten Standorten

Baselining, Bewertung und Dokumentation
Um Leistungsfähigkeit später zu gewinnen, muss ein proaktiver erster Schritt unternommen werden, um eine Grundlinie des vorhandenen Netzwerks am entfernten Standort herzustellen, damit das IT-Personal weiß, womit Sie sich beschäftigen. Dies ist besonders wichtig, wenn Unternehmen eine Fusion durchgeführt haben oder eine Firma aufgekauft haben und sich die Gerätekonfigurationen und die Netzwerkstruktur von denen der Hauptniederlassung unterscheiden.

Die erste Aufgabe ist eine umfassende Erfassung und Dokumentation des Netzwerks am entfernten Standort. Die Erfassung bezieht sich nicht nur auf die Art der Geräte, sondern auch auf die Benutzer und ihre Verbindung mit dem Netzwerk. Die Erfassung muss Informationen zu den Hardwaregeräten, Servern, Zugangspunkten, zu Switch- und Routerkonfigurationen und den Netzwerkverbindungspfaden umfassen. Aktualisierte Karten sind ein wesentliches Element „der Kenntnis“ des Remote-Standorts und als Referenz, wenn zukünftige Probleme auftreten.

Der folgende notwendige Schritt ist, zu verstehen, was das „normale“ Datenverkehrsaufkommen an dem Remote-Standort ist. Dies ergibt einen Ausgangspunkt zum Bestimmen von anormaler Aktivität und Vergleichen, wenn Probleme in der Zukunft validiert werden müssen. Die IT-Mitarbeiter müssen die aktuelle Netzleistung analysieren, einschließlich der Datenverkehrsmuster mit Protokoll- und Anwendungsnutzung, der Auslastung der Bandbreite, der Internet-/WAN-Konnektivität und, nicht zuletzt, der möglichen Schwachstellen.

Eine bewährte Praxis ist, den ein- und ausgehenden Datenverkehr am Standort während eines bestimmten Zeitraums bei normaler Geschäftstätigkeit zu überwachen. Die Spiegelung des Datenverkehrs (oder SPAN) vom Eintritt-/Ausgangs-Routerport zu einem Analysator, der fähig ist, Datenfluss-Verkehrsanalyse durchzuführen, ist eine Methodologie. Eine andere Methode, die auch künftige Transparenz ermöglicht, ist die Installation eines Netzwerk-TAPs, damit die Ingenieure einen schnellen Zugangspunkt zum Netzwerkverkehr in der Zukunft haben.

 

Heutzutage werden häufig Inter-Switch-Trunks bereitgestellt, und auch Zugangs-Trunks zum Desktop-Computer sind immer öfter anzutreffen. Dies gilt vor allem für VoIP-Installationen, die mehrere Broadcast-Domänen und Datenverkehr mit und ohne Tags unterstützen. Deshalb ist es erforderlich, alle VLANs auf einer Leitung zu erkennen und die Verteilung des Datenverkehrs über all diese VLANs zu messen. Zudem sind Datenverkehrsstatistiken auf einem bestimmten VLAN – für die Erkennung, das Erstellen und Erfassen von Datenverkehr nur auf genau diesem VLAN – unentbehrlich dafür, Protokolle, wichtige Hosts und Kommunikationssitzungen zu identifizieren, die nur auf diesem bestimmten VLAN stattfinden.

Ebenso wichtig ist, dass die Bewertung der Internet-/WAN-Konnektivität- und die QoS-Anbieter-Links das letzte Bestandteil der wesentlichen Baseline für den entfernten Standort bereit stellt. Die Durchführung eines aktiven Leistungstests (wo Test-Datenverkehr von der Zentrale zum entfernten Standort und zurück erzeugt wird), deckt die Stufen von Paketverlust, -Latenz und -Jitter und die Sicherheit von arbeitenden umfassenden QoS-Konfigurationen auf. Gespeicherte Berichte von Testergebnissen können zu einer wichtigen bekannten Metrik werden, mit der künftige Verminderungen verglichen werden können.

SO WIRD DAS GEMACHT:
Um die erforderlichen Informationen bereitzustellen, ist es notwendig, viele verschiedene Funktionen und viele verschiedene Produkte zu benutzen, und das ohne spezielle Werkzeuge. Zusammenfassend sind die folgenden Fähigkeiten erforderlich:

  • Netzwerkentdeckung - es ist wesentlich, alle Geräte und Pfade festzustellen
  • Diagramm-/Dokumentationsfähigkeiten - Automatisierung spart Arbeit und vermeidet Fehler
  • SNMP-Abfrage zum Baselining von Switch- und Router -Leistung - Granularität von Daten ist wesentlich
  • Leitungsgeschwindigkeit, Hardware-Paketerfassung und Protokollanalyse zur Messung von Anwendungsreaktionszeiten ohne Paketverlust - WireShark auf Laptop-PC ist nicht geeignet aufgrund von Beschränkungen der Erfassungsgeschwindigkeit
  • Überwachung des Verkehrsaufkommens, um zu bestimmen, welche Protokolle auf dem Netzwerk verwendet werden - identifiziert, wer die Bandbreite verwendet und für welche Anwendungen
  • Datenverkehr-Generierung und Leistungsmessung - Standard-basiertes Testen ist ad hoc-Methoden oder Niedrig-Leitungsgeschwindigkeiten, wie sie von Freeware-Tools wie z. B. iPerf bereitgestellt werden, vorzuziehen.

 


Nächste Schritte

Netzwerkexperten, die für entfernte Standorte verantwortlich sind, haben mehrere Aufgaben zu bewältigen, um diese Standorte entsprechend zu unterstützen.

Diese Aufgaben können im Allgemeinen in folgende Bereiche aufgeteilt werden:

  • Proaktive Aufgaben
  • Reaktive Aufgaben
  • Wartungsaufgaben

 

Proaktive Aufgaben
Sobald aktuelle Grafiken zur Netzwerkkonfiguration zur Verfügung stehen und Referenzwerte für den Datenverkehr erfasst wurden, ist es erforderlich, dass IT-Mitarbeiter in der Zentrale automatisch benachrichtigt werden, falls der allgemeine Datenverkehr steigt oder einzelne wichtige Switch-Ports übermäßige Aktivitäten aufweisen, die nicht mehr dem Normalbereich entsprechen. Viele Management-Tools (Netzwerk-Managementsysteme oder NMS) sind fähig, einzelne Switch-Ports und den WAN-Schnittstellenverkehr zu überwachen und eine Methode bereitzustellen, mit der durch Fehler- oder Auslastungsraten festgelegt wird, wann Schwellenwerte im Datenverkehr auf diesen Schnittstellen überschritten werden. So erfährt das IT-Personal von möglichen Leistungsabfällen, bevor sie zu einem wirklichen Problem am entfernten Standort werden. Aufgrund ihres primären Zwecks, langfristige Überwachung und Trending bereitzustellen, nehmen die meisten Managementsysteme jedoch Proben, die für effektive Fehlerbehebung zu grob sind. Zum Feststellen von zeitweiligen oder „spitzen“ bandbreiteraubenden Ereignissen ist ein Tester mit granularen Probenahmeraten für Problementdeckung und -Isolation wesentlich. Auch scheinbar kleine Probleme wie falsche Subnetzmasken oder doppelte IP-Adressen sollten gemeldet werden.

Außerdem ist es wichtig, die verwendeten Protokolle zu überwachen, insbesondere im Hinblick auf den Datenverkehr, der die WAN-Verbindung nutzt. Verwenden die Benutzer wertvolle Internet/WAN-Bandbreite für private Applikationen? Datenflussbasierte Daten (NetFlow, sFlow, jFlow, ipFIX) können zur Überwachung der Verwendung der Bandbreite durch die Anwendung und den Benutzer verwendet werden. Beachten Sie jedoch, dass datenflussbasierte Daten ein anderes Maß der VERWENDUNG sind; es enthält keine Daten betreffs der LEISTUNG - der Geschwindigkeit von Transaktionen.

Wie können nicht autorisierte, ungeschützte Wireless Access Points entdeckt werden, wenn am entfernten Standort keine IT-Mitarbeiter zur Verfügung stehen, die direkt dort mit einem Wireless Network Analyzer durch die Räume gehen können, um diese Geräte zu finden? Überwachungs-Sensoren können eingesetzt werden, um nach nicht autorisierten Geräten Ausschau zu halten sowie um die Leistung des WLANs am Remote-Standort zu überwachen, hier wird jedoch wieder die ausführliche Entdeckung von der verdrahteten Seite des Netzwerks wichtig: NMS muss nicht nur die IP-Adressen feststellen sondern auch die zugehörigen MAC-Adressen entdecken und das Hersteller-Präfix decodieren. Durch die anschließende Sortierung der Erkennungsdatenbank nach MAC-Adresse ist es dann ein Leichtes, die Liste zu durchsuchen und MAC-Präfixe zu entdecken, die üblicherweise nicht Teil des Netzwerks sind. Wenn ein verdächtiges MAC-Präfix gefunden wird, müssen die IT-Mitarbeiter noch herausfinden, wo das Gerät mit dem Netzwerk verbunden ist, um den Switch-Port entfernt zu deaktivieren.

Reaktive Aufgaben
Wenn Fernbenutzer sich über ein „langsames Netzwerk“ beschweren, muss das IT-Personal einen konsequenten Prozess umsetzen und Zugang zu den notwendigen Daten haben, um die Problemdomäne zu identifizieren, um festzustellen, wer oder was schuld ist. Danach muss das IT-Personal das wahrscheinlichste Problem identifizieren - handelt es sich um ein Netzwerk-, Anwendungs-, Server- oder Client-Problem. Auf diese Weise kann das Problem an die entsprechenden Verantwortlichen übergeben werden, da ausreichend Daten zur Verfügung stehen, um diese Zuweisung zu begründen.

 

Erster Schritt - Konnektivität-Testen und Antwortzeiten (und das Problem mit Ping)
Für die meisten Netzwerkfachleute ist der erste Schritt der Fehlersuche, den Fernstandort anzupingen - entweder die Maschine des Beschwerdeträgers, einen lokalen Server oder ein anderes zuverlässig „eingeschaltetes“ Gerät, vorausgesetzt, das ICMP (das Schicht 3-Protokoll, das von Ping verwendet wird) ist nicht blockiert. Wenn Ping in der Vergangenheit funktioniert hat, jetzt aber nicht mehr, dann ist eine Prüfung der Port-Zustände entlang dem Weg erforderlich. In Ermangelung von „ausgefallenen“ Ports oder Links bedeutet ein erfolgloses Pingen die Fehlerbehebung von der Unterseite des Stapels und ein Arbeiten nach oben. Leider machen es physische Konnektivitätsprobleme u. U. erforderlich, dass Personal zur Fehlersuche zum Standort reisen muss - aber man darf sich dabei nicht auf Ping allein verlassen; es kann auch einfach blockiert sein.

Ein erfolgreiches Ping sichert zumindest die physische Konnektivität und kann eine ungenaue Schätzung von Netzwerk-Round-Trip-Zeit geben. Aber Ping ist keine zuverlässige Messmethode für die Bestimmung von Paketverlust, und da es symmetrisch ist, gibt es keinen Einblick in asymmetrische Verbindungsprobleme. Desgleichen verwendet keine Benutzer-Anwendung ICMP - das heißt, ob die Protokolle, die von einer bestimmten Anwendung verwendet werden, das Netzwerk durchqueren können, und die Geschwindigkeit, mit der sie das tun, muss auf eine andere Weise gemessen werden- wie z. B. „Öffnen eines Ports“. Die Einleitung des SYN/SYN-ACK/ACK „Dreifach-Händedrucks“ von einem TCP-Port stellt einen weit zuverlässigeren Test der Schicht 3-Konnektivität dar. Noch besser als eine Portverbindung (die die Netzwerkkonnektivität und Netzwerkantwortzeiten validiert), ist das Durchführen und Messen einer Anwendungstransaktion eine zuverlässigere Methode für die Anwendungskonnektivität und Antwortzeiten. Bestimmte Instrumente können auf einen lokalen oder Remote-Webserver abzielen und einen HTTP GET Befehl ausführen als Methode des Messens der Leistung einer Web-basierten Anwendung, zum Beispiel.

Es ist zu beachten, dass die Durchführung dieser Tests von der Zentrale zum Remote-Standort zu anderen Ergebnissen führen kann als Tests die VOM Remote-Standort aus durchgeführt werden.

Zweiter Schritt - Untersuchung der Netzwerk-Nutzung
Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Leistungen durch Übernutzung der Netzwerkbandbreite verlangsamt werden. Während die meisten LAN-Verbindungen die verfügbare WAN oder Internet-Bandbreite bei Weitem übersteigen, ist es nicht unmöglich für eine lokale LAN-Verbindung, überlastet zu werden, besonders wenn Konfigurationen keinen maximalen Durchsatz erzielen. Manch ein Netzwerkingenieur wurde von 10Mbps-Halbduplex-Links überrascht, wo er 100Mbps Voll-Duplex oder Gig erwartet hätte. SNMP oder Datenfluss-basierte Daten können zur Bestimmung der Schnittstellennutzung überprüft werden. Granulare Messungen können anzeigen, wann Nutzungsspitzen auftreten, wobei Datenflussdaten aufzeigen, wer was macht.

Dritter Schritt - Prüfung der Netzwerk-Qualität
Eine einzigartige Methodologie für die Prüfung der verfügbaren Bandbreite ist, einen Leistungstest von der Zentrale zum Fernstandort zu leiten. Software-Agenten sind verfügbar, die auf entfernten PCs installiert werden und dann von einem Analysator in der Zentral angepeilt werden können. „Das Überlagern“ von einem Strom von Testdatenverkehr zu/von dem Fernstandort gibt einen sofortigen Einblick in die Qualität der Paket-Übertragung und deckt Probleme mit Latenz, Verlust und Jitter auf, die sich auf die Leistung von Anwendungen auswirken konnten.

Vierter Schritt - Paketanalyse
Weiterhin von der Zentrale aus kann der Netzwerkingenieur den Tester inline mit der Datenzufuhr vom Fernstandort setzen (entweder mit einem zur Inline-Analyse fähigen Tester oder über einen SPAN-Port oder ein Netzwerk-Tap). Es ist zu beachten, dass Hardware-basierte Instrumente für Analysen ohne Paketverlust erforderlich sind. Die schlimmste Verschwendung der Zeit eines Ingenieurs wäre es, wenn der Datenfluss zu und von dem Fernstandort nur teilweise erfasst würde und er (bestenfalls) raten müsste oder, noch schlimmer, Fehlerbehebung an „verlorenen Paketen“ durchführen würde, wenn der Verlust tatsächlich durch den Tester selbst VERURSACHT wurde!

Mit erfassten Dateien des Datenverkehrs zum/vom Remote-Standort kann der Ingenieur Deltazeiten zwischen Frames überprüfen und zwischen der Netzwerkübertragungszeit und der Client-Reaktionszeit unterscheiden, wodurch validiert wird, ob wirklich ein Problem mit der Leistung zum Fernstandort besteht oder ob das Problem auf der Client- oder der Zentrale-Seite besteht.


Tester am Fernstandort

Trotz dieser besten Bemühungen und wie bereits hervorgehoben, hat das Testen von der Zentrale aus seine Grenzen und kann nur Testinformationen aus der Sicht des Zentralen-Standorts bereitstellen. Ab einem gewissen Punkt müssen Messungen am Remote-Standort gemacht werden - von der Sicht der betroffenen Benutzer aus. Während Remote Desktop (RDP) verwendet werden kann, um einen entfernten PC zu kontrollieren und verschiedene Befehlszeilen-Tests durchzuführen (z. B. Ping oder tracert) haben diese ihre Grenzen, wie bereits erwähnt. Ideal wäre es, einen dedizierten Netzwerk-Tester am Standort für lokale Tests zu haben (oder einen solchen Tester zum Standort zu senden), aber diesen Tester entfernt vom Hauptquartier zu kontrollieren - wodurch sich das Reisen zum Remote-Standort erübrigen würde.

Als wichtiges Element für die Remote-Benutzeranwendungsleistung und um die gestörte Domäne zu erkennen, muss ein Netzwerkdiensttest durchgeführt werden, damit sichergestellt wird, dass die wichtigsten Netzwerkdienste verfügbar sind und ordnungsgemäß funktionieren. Zu diesen Diensten gehören mindestens DHCP, DNS und 802.1x-Authentifizierung. Die Auswirkung von DNS auf die Leistung von Anwendungen kann nicht übertrieben werden. Anstatt sich einfach mit RPD in einen Client-PC einzuwählen und eine CLI DNS-Suche durchzuführen, ist die Funktion, zusätzliche DNS-Serveradressen hinzuzufügen, erforderlich, um Tests von Adresse zu Name oder von Name zu Adresse durchzuführen, insbesondere, wenn Anwendungen auf mehreren Servern in der Zentrale gehostet werden, die Round-Robin-DNS-Services für Lastverteilung und Suchvorgänge nutzen.

Wenn die grundlegenden Services und die Anwendungsverbindungen überprüft wurden, muss mit dem Analyzer eine tiefgreifende Analyse am entfernten Standort durchführbar sein, damit die Grundursache des Problems identifiziert werden kann. Einige Probleme an entfernten Standorten können auch nur zeitweilig auftreten. Das Nachstellen solcher Probleme wird immer komplexer und ist in einigen Fällen gar nicht mehr möglich. Aber kann man sagen, dass ein Problem nicht existiert, nur weil es nicht nachgestellt werden kann? Leider nicht. Es ist einfach oft schwierig, die Ereignisse im Netzwerk bei voller Übertragungsgeschwindigkeit nachzuvollziehen, wenn eine Anwendung eine Fehlermeldung ausgibt. Es wird also eine Funktion benötigt, die relevanten Datenverkehr erfasst und diese Daten analysiert, wenn die Zeit dafür vorhanden ist und nicht unbedingt, wenn der Fehler auftritt. Um diese Probleme zu lösen und die Fehlerbehebung zu beschleunigen, gibt es Auslöser, die die Datenerfassung starten oder anhalten, wenn ein Ereignis entdeckt wird. Dies spart Zeit und bietet größere Flexibilität:

  • Unbeaufsichtigte Überwachung – Erfassen von Daten, wann immer das Ereignis auftritt
  • Minimieren der Anzahl der erforderlichen Datenerfassungen, indem sichergestellt wird, dass das Ereignis beim ersten Mal aufgezeichnet wird, sowie Vermeiden von zufälligen Datenerfassungen, die keine wichtigen Aufzeichnungen enthalten
  • Analysieren des erfassten Datenverkehrs, wenn die Zeit dafür vorhanden ist und nicht unbedingt, wenn der Fehler auftritt
  • Erfassen von Datenverkehr vor, nach oder während des Ereignisses und nur die erforderliche Menge – dafür stehen Erfassungsfilter zur Verfügung, die die Menge begrenzen und so die Prüfung vieler Megabyte von Daten überflüssig machen

 

Wartungsfenster
Stellen Sie sicher, dass die Internet-/WAN-Verbindungen zu den Fernstandorten während der Netzwerkwartungszeiten die zugeteilte Bandbreite unterstützen und die Übertragungsqualität des Anwendungsdatenverkehrs sicherstellen können. Um diese Aufgabe anzugehen, sollte ein Durchsatztest (Network Performance Test) zwischen dem Analyzer am entfernten Standort und einem ähnlichen Analyzer in der Zentrale durchgeführt werden. Der Test muss bei verschiedenen Übertragungsgeschwindigkeiten und Frame-Größen durchgeführt werden, damit festgestellt werden kann, ob die WAN-Verbindung den Datenverkehr bewältigen kann, ob Pakete verloren gehen und – noch wichtiger – in welche Richtung die Pakete verloren gehen. Wenn Pakete verloren gehen oder die Verbindung die zugewiesene Datenrate nicht aufnehmen kann, müssen im Analyzer Funktionen zur Verfügung stehen, mit denen die Ursache des Problems bestimmt werden kann.

Aber das Testen des Durchsatzes und Verlusts ist nur eine Dimension der Netzwerkqualität. Latenz und Jitter müssen gemessen werden, und Jitter muss asymmetrisch gemessen werden, wenn man dessen Auswirkung auf Streaming-Anwendungen und VoIP-Qualität verstehen will. Ebenso muss QoS geprüft werden, indem man Datenverkehr unter verschiedenen QoS-Einstellungen führt, um die ordnungsgemäße Datenverkehrs-Priorisierung sicherzustellen und das unsachgemäße Verwerfen oder Drosseln des Anwendungs-Datenverkehrs zu verhindern.

Wo soll man beginnen?

Alle optimalen Verfahren sind nur effektiv, wenn sie routinemäßig eingeführt und ausgeführt werden. Der erste Schritt ist, die gegenwärtigen Prozesse, Prioritäten und Bedürfnisse festzusetzen. Darüber hinaus ist das Verständnis wichtig, welche Werkzeuge gut geeignet sind, die Vorteile der Übernahme dieser optimalen Verfahren erfolgreich auszunutzen. Es gibt zwar Werkzeuge, die für manche dieser Tätigkeiten von Nutzen sein können, aber nur ein Instrument liefert vollen funktionalen Support für alle diese optimalen Verfahren. Das OptiView® XG Network Analysis Tablet von NetScout stellt sich selbst den kompliziertesten Fehlerbehebungsproblemen in der heutigen dezentralen Netzwerkwelt - schnell und leistungsfähig.


So macht das OptiView® XG Network Analysis Tablet die Verwaltung von Remote-Standorten einfacher

Das Gerät vereint in sich die Funktionen mehrerer einzelner Geräte und erleichtert und beschleunigt so die Verwaltung und Fehlerbehebung an entfernten Standorten – das lästige Wechseln der Instrumente für die Durchführung der verschiedenen Tests entfällt. Zudem können die Netzwerkexperten alle erforderlichen Tests am entfernten Standort durchführen, ohne dass sie ihren Arbeitsplatz in der Zentrale verlassen müssen. Verbinden Sie einfach den OptiView Analyzer mit dem Netzwerk am entfernten Standort, und sofort profitieren Sie von der 24/7 verfügbaren Netzwerktransparenz – als hätten Sie einen „virtuellen Techniker“ direkt vor Ort. Und nicht nur eine Person kann diese Daten überprüfen. Mit dem OptiView Analyzer können Netzwerkexperten von mehreren Orten aus zusammenarbeiten, indem sie verschiedene Benutzerschnittstellen nutzen und sich während der Implementierung bei Analyse und Bearbeitung unterstützen.

Der OptiView Analyzer bietet anschließend Erkennungsinformationen für Netzwerk- und Geräteprobleme und identifiziert Protokolle im Handumdrehen. Zusätzlich beschleunigt der OptiView die Berichterstellung für eine umfassende Dokumentation der Infrastruktur. Mit dem OptiView Analyzer können Netzwerkverantwortliche eine vollständige Bestandsaufnahme aller Netzwerkgeräte vornehmen, feststellen, wo die einzelnen Geräte angeschlossen sind, und ermitteln, welche Dienste auf ihnen ausgeführt werden. Er kann automatisch Diagramme erstellen und Karten des Netzwerks in seiner gegenwärtigen Lage erstellen und diese Daten zu Microsoft® Visio exportieren, so dass Netzwerkexperten die Daten in einem vertrauten Format erhalten, das leicht verwendet werden kann, wenn man Fehler am Remote-Standort überprüft. Mit dem OptiView Analyzer können Netzwerkverantwortliche ermitteln, inwieweit das Netzwerk für Erweiterungen, Verschmelzungen, Konsolidierungen und Aktualisierungen bereit ist. Sie können die Leistung validieren und dokumentieren sowie neue Konfigurationen überprüfen, um die Stabilität des Netzwerks sicherzustellen. Darüber hinaus können sie mit dem OptiView Analyzer VLAN-Konfigurationen identifizieren, den Netzwerkzustand validieren und Switch/Router-Konfigurationen und -Leistungsparameter prüfen.

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Die effektive Fehlersuche verringert nicht nur Zeitaufwand und Reisekosten sondern kann auch, bei richtiger Anwendung, helfen, Kosten für zusätzliche Hardware, überflüssige WAN-Kapazität, unnötige Investitionen in ausgelagerte Fehlerbehebung zu verringern oder zu vermeiden, oder hartnäckige Probleme eliminieren, die Zeit und Geld von IT und vom gesamten Unternehmen rauben.

 

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