7 Gewohnheiten effektiver Netzwerkmanager | NETSCOUT

7 Gewohnheiten effektiver Netzwerkmanager

Einleitung
Jahre der Beobachtung Hunderter Netzwerkmanager haben 7 Gewohnheiten enthüllt, die den effektiven Netzwerk-Manager von den anderen abgrenzen. In diesem Whitepaper identifizieren wir diese 7 Gewohnheiten und besprechen, wie diese Gewohnheiten zu einem leistungsfähigen und zuverlässigen Netzwerk beitragen. Wenn Probleme auftreten, können diese Probleme in einer fristgerechten Weise gelöst werden und dadurch die Auswirkungen auf das Geschäft verringern, während gleichzeitig die Glaubwürdigkeit der Netzwerk-Abteilung bewahrt wird.

  • INHALT
  • Schulung
  • Tools
  • Ansatz
  • Gültigkeitstests
  • Überwachung
  • Einsatzvorbereitende Prüfung
  • Dokumentation
 

Der hocheffektive Netzwerkmanager hat festgestellt, dass einige Dinge vorhanden sein müssen, um ein zuverlässiges Netzwerk für das Unternehmen zu gewährleisten. Ansonsten würden Anwendungen langsam ausführen, zeitweilige Probleme die Anwender-Community plagen und das Netzwerktechniker-Team würde viel Zeit damit verbringen, hinter Problemen herzujagen und könnte sich nicht auf neue Projekte konzentrieren.

Wenn die Mitarbeiter die Ausbildung, Werkzeuge und einen gemeinsamen Ansatz erhalten, stellt dies sicher, dass sie die notwendigen Ressourcen haben, um Probleme anzupacken, sobald sie auftreten. Einsatzvorbereitendes Testen und Validierung garantiert, dass Netzwerk und Anwendungen wie vorgesehen funktionieren, bevor die Produktion beginnt. Laufende Überwachung und Dokumentation hilft bei der Erkennung von Problemen zum Zeitpunkt des Auftretens und schnellen und effizienten Isolieren der Fehlerdomäne. In diesem Artikel werden wir jede dieser Gewohnheiten untersuchen und wie sie zu einem zuverlässigen Netzwerk. beitragen.

SCHULUNG:

Würde ein Arzt ohne die richtige Ausbildung eine Person operieren dürfen? Oder dürfte ein Pilot ein neues Flugzeug fliegen, ohne richtig ausgebildet und getestet worden zu sein? Es ist klar, dass in beiden Fällen Leben und Eigentum in Gefahr wären. In den meisten Unternehmensumgebungen werden jedoch neue Technologien auf einer täglichen Basis umgesetzt, ohne dass die Netzwerk-Ingenieure entsprechend geschult würden. Wenn diese neuen Technologien scheitern oder sub-optimal ausführen, fehlt denjenigen, die für die Fehlersuche und die Problemlösung verantwortlich sind, das nötige Wissen zur Behebung der Probleme.

Im Laufe der Jahre wurden viele Ausreden für den Mangel an richtiger Ausbildung erfunden. Manager befürchten, dass geschulte Mitarbeiter mit den neu erworbenen Kenntnissen sich nach anderen Stellen umsehen. Mangel an Budgets für Ausbildung und Ausbildungsspesen. Personalstand zu gering, um eine Woche auf jemanden verzichten zu können. Wie bei allen Ausreden haben manche eine Kern der Wahrheit, während andere aus der Unkenntnis der Bedeutung einer richtigen Schulung erwachsen.

Der effektive Netzwerkmanager weiß, wie wichtig es ist, seinen Mitarbeitern die notwendigen Schulungen zukommen zu lassen. Er weiß, dass eine Ausbildung der Netzwerktechniker vor der Implementierung gewährleistet, dass sie verstehen, wie die Technologie arbeiten soll und was erforderlich sein wird, um Probleme zu beheben. Geschulte Netzwerktechniker machen weniger Fehler, wenn Änderungen am System vorgenommen werden.

Der effektive Netzwerkmanager versteht, dass es wie bei Investitionen in den Ausbau der Netzwerkinfrastruktur wichtig ist, in die Menschen zu investieren, die das Netzwerk unterstützen. Diese Investition zeigt, dass sie eine wertvolle Ressource sind, die ebenso entscheidend für den Netzbetrieb ist wie die Ausrüstung, die sie unterstützen.

Training hilft dabei, alle auf den gleichen Stand zu bringen und vertreibt Mythen und Missverständnisse bezüglich der Funktion der Technologien. Dieses gemeinsame Verständnis ermöglicht dem Team, miteinander statt gegeneinander zu arbeiten. Arbeiten im Team ermöglicht dem Netzwerkmanager, sich auf die technischen Aspekte des Problems zu konzentrieren, anstatt auf Personalprobleme aufgrund von unterschiedlichen Meinungen.
 


TOOLS:

Der effektive Netzwerkmanager sieht die richtigen Tools nicht als Option an. Er hat gesehen, wohin ein Mangel an Tools oder das falsche Werkzeug für einen Job führen kann. Seine Netzwerk-Ingenieure haben nicht die erforderliche Transparenz, um schnell Netzwerkprobleme diagnostizieren zu können, was zu erweiterten Netzwerk-Ausfällen führt, die sich auf das Geschäft auswirken.

Der Erwerb der richtigen Tools und die damit verbundenen Ausbildung sind Teil des Netzwerk-Upgrade-Prozesses. Wenn neue Technologien in das Unternehmen kommen, ist es wichtig, sicherzustellen, dass die Tools zur Fehlerbehebung an diesen Technologien zur gleichen Zeit eingeführt werden. Zugang zu den notwendigen Tools während der Implementierung ermöglicht dem Netzwerktechniker, die Implementierung zu überprüfen sowie eine Betriebs-Baseline zu entwickeln. Diese Baselinie kann dann zum Vergleich verwendet werden, wenn Netzwerkprobleme zu beheben sind.

Ein Mangel an Tools reduziert die Transparenz, erhöht den Zeitaufwand für die Behebung von Netzwerkproblemen und verhindert, dass der Netzwerkingenieur die notwendige Validierung durchführt. Der effektive Netzwerkmanager weiß, dass diese Tools ebenso wichtig wie Switches, Router und Firewalls wie auch die physische Infrastruktur sind, aus denen das Netzwerk besteht.
 


ANSATZ:

In vielen Fällen hat jeder Netzwerktechniker in einer Organisation einen eigenen Ansatz zur Lösung von Problemen. Dieser Ansatz resultiert aus einer Vielzahl von Faktoren. Dazu gehören die Arten der unterstützten Technologien, Manager, Ausbildung und Stärke der Neugier. Während dieser Ansatz auch für den einzelnen Netzwerktechniker funktionieren mag, funktioniert er nicht immer gut innerhalb einer Organisation.

Der effektive Netzwerkmanager arbeitet daran, die Stärken der einzelnen Ansätze in einen gemeinsamen dokumentierten Ansatz zu kombinieren, der innerhalb der Organisation verwendet wird. Er hat gesehen, was passiert, wenn jede Person einen anderen Ansatz anwendet. Es dauert länger, Probleme zu beheben, wenn eine Sache behoben und eine andere beschädigt wird.

Ein weiterer Vorteil dieses gemeinsamen Ansatzes ist die Zeitersparnis, wenn Sie neues Personal an Bord bringen. Allzu oft sehen wir, dass das vorhandene Personal nicht die Zeit hat, neues Personal zu trainieren. Wenn dies der Fall ist, kann es lange dauern, bis der neue Netzwerktechniker eingearbeitet ist. Wenn ein gemeinsamer dokumentierter Ansatz verwendet wird, erhält der neue Netzwerktechniker den dokumentierten Ansatz und die notwendigen Tools zum Lösen von Netzwerkproblemen. Dadurch kann er in kürzerer Zeit ein effektiver Ratgeber werden.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Fehlersuche etwas Lebendiges ist. Wenn neue Technologien eingesetzt und neue Anwendungen in das Netzwerk eingeführt werden, muss dieser Ansatz aktualisiert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Prozesse und Verfahren vorhanden sind, wenn Probleme mit diesen neuen Technologien entstehen.
 

GÜLTIGKEITSTESTS:

Das Wort „sollte“ ist ein gefährliches Wort. Allzu oft hören wir in der Netzwerk-Branche dieses Wort, wenn neue Netzwerke implementiert werden. „Das sollte in der richtigen VLAN sein“, oder „Wir sollten Gig-Geschwindigkeiten mit diesem Link bekommen“. Aussagen wie diese beruhen nicht auf Messungen, aber stattdessen basieren sie auf dem, was der Netzwerktechniker glaubt.

Der effektive Netzwerkmanager akzeptiert keine „sollte“-Aussagen. Er ist auf der Suche nach Tatsachen-basierten Messungen, die zeigen, dass die Dinge wie vorgesehen arbeiten. Hier kommen die Validierungstests ins Spiel.

Eine physische Verkabelungsanlage würde nie akzeptiert, ohne ordnungsgemäß mit Kupfer- und Glasfaser-Zertifizierungsausrüstung getestet zu werden. Wir sehen jedoch, dass aktive Geräte wie Router, Switches, Load-Balancer und Firewalls mit wenigen oder gar völlig ungetestet installiert werden. Dies lässt die Möglichkeit offen, dass Probleme auftreten, wenn der Produktionsdatenverkehr eingeführt wird.

Im Rahmen der Netzwerk-Konzeption und des Umsetzung-Prozesses ist es wichtig, die Validierung einzubeziehen. Dazu gehört die Definition der erwarteten Leistung des Netzwerks und wie diese Leistung gemessen werden soll. Im Rahmen der Umsetzung werden Messungen durchgeführt und mit den erwarteten Ergebnissen verglichen. Sollten die Messwerte die erwarteten Ergebnisse erreichen oder übertreffen, werden die Messwerte dokumentiert und das Netzwerk wird akzeptiert. Ist das jedoch nicht der Fall, benutzt der Netzwerktechniker diese Messwerte zur Bestimmung, was fehlerhaft ist und führt neue Messungen durch, nachdem die erforderlichen Änderungen vorgenommen wurden.
 


ÜBERWACHUNG:

Nachdem das Netzwerk konzipiert, implementiert und validiert ist, ist es wichtig, das Netzwerk in der Produktion zu überwachen. Der effektive Netzwerkmanager verwendet langfristige, kontinuierliche Überwachung, um auf Trends und Ausfälle zu achten. Durch den Einsatz von Schwellenwerten und Warnungen wird sein Team über Probleme benachrichtigt, bevor sie von den Endbenutzern festgestellt werden.

In vielen Fällen unterscheidet sich der effektive Netzwerkmanager von anderen gerade in der Überwachung. Die meisten Organisationen überwachen vom Zentrum auswärts. Die Überwachungs-Tools werden im Rechenzentrum installiert und überwachen die Ressourcen im Rechenzentrum.

Die Anwendungswelt hat sich verändert und zentralisierte Überwachung ist nicht ausreichend, um die Vielfalt der Anwendungen in der heutigen Umgebung zu überwachen. Der Schlüssel ist, sowohl von einem zentralen Ort als auch aus der Perspektive des Endbenutzers zu überwachen. Die zentralisierte Überwachung erlaubt dem Netzwerkmanager die Überwachung von Datenverkehrs-Mustern und Auslastung sowie die Suche nach Fehlern. Die dezentrale Überwachung bietet Einsicht in die Reaktionszeit und Verfügbarkeit für Cloud-basierte Anwendungen und Zugriff auf die Reaktionszeit des Endbenutzers.

Wie bei den Tools, der Schulung und dem Ansatz zur Problembehandlung muss die Netzwerküberwachung ein Bestandteil der Implementierung neuer Anwendungen und Infrastruktur sein. Der effektive Netzwerkmanager arbeitet mit dem Unternehmen, um sicherzustellen, dass neue Anwendungen überwacht werden, ungeachtet, ob sie von der IT-Gruppe oder vom Unternehmen eingesetzt werden. Schließlich obliegt es dem Netzwerkmanager, einen zuverlässigen, gut funktionierenden Pfad zwischen dem Nutzer und dem Application Server bereitzustellen, unabhängig davon, ob es sich um eine intern gewartete Anwendung oder einen Dienstleister handelt.
 


EINSATZVORBEREITENDE PRÜFUNG:

Jede Anwendung muss vor der Bereitstellung aus mehreren Gründen ausgewertet werden. Der wichtigste Grund ist, festzustellen, wie die Anwendung auf dem Netzwerk des Unternehmens ausführen wird. Wenn Anwendungen, ohne Evaluierung bereitgestellt werden und Probleme auftreten, wird immer das Netzwerk verantwortlich gemacht. Der effektive Netzwerkmanager weiß, dass es besser ist, Probleme während des einsatzvorbereitenden Testens zu entdecken, als während einer Produktionsumstellung.

Ein weiterer Grund für die einsatzvorbereitenden Tests ist die Bestimmung der Anwendungsabhängigkeiten. Mithilfe dieser Abhängigkeiten werden Verfahren zur Fehlerbehebung erstellt, die in den Problembehandlungs-Ansatz integriert werden. Ohne Kenntnis der Server und Infrastruktur, von der eine Anwendung abhängt, wird es sehr schwierig und zeitaufwendig, die Anwendung zu diagnostizieren.

Mit Anwendungen wie Voice over IP muss der Netzwerkmanager die für die Validierung und laufende Überwachung verwendeten Schwellenwerte verstehen. In der Phase vor der Bereitstellung können die Netzwerkbedingungen in einer Testumgebung variiert werden, um die Fähigkeit der Anwendungen zur Verarbeitung von Latenz, Paketverlust und Jitter zu bestimmen. Diese Werte können dann verwendet werden, um zu überprüfen, ob jeder der Standorte, auf dem die Anwendung bereitgestellt wird, die neue Anwendung unterstützen kann.
 


DOKUMENTATION:

Die Aufgabe der Dokumentationserstellung ist allgemein unbeliebt. Dies wird belegt durch die Tatsache, dass nur wenige Organisationen gute, aktuelle Netzwerk- und Anwendungsdokumentation haben. Der effektive Netzwerkmanager weiß aus Erfahrung, dass die Lösung von Problemen ohne Dokumentation länger als nötig dauert.

Gute Netzwerkdokumentation umfasst folgendes:

Validierungstestergebnisse – die Ergebnisse der Validierungstests nach der Umsetzung werden als Baseline für die Fehlerbehebung verwendet. Akzeptable Ergebnisse werden mit den bei der Problembehandlung gesammelten Ergebnissen verglichen. Der Unterschied zwischen diesen Ergebnissen hilft dem Netzwerktechniker, das Problem zu isolieren.

Konstruktions-Diagramme und -Tabellen – oft liegt eine Kluft zwischen dem Design und der Umsetzung. Wenn die Netzwerk- und Datenverkehrsflüsse sorgfältig dokumentiert werden, während die Umsetzung erfolgt, kann sich der Netzwerkmanager sicher sein, dass die Dokumentation das Netzwerk ordnungsgemäß darstellt wie es ist, nicht, wie es sein sollte.

Adressierung und Namensgebung – wenn neue Netzwerk-Ingenieure dem Team beitreten, können sich Namenskonventionen und Nummernschemata leicht ändern. Wie bei einem Mangel an Dokumentation wird die inkonsistente Verwendung von Adressen und Namen die Zeit verlängern, die die Problembehebung in Anspruch nimmt.
 

 

Der effektive Netzwerkmanager weiß, dass diese Dokumentation, zusätzlich zur Darstellung eines professionellen Ansatzes zur Verwaltung eines Netzwerks, die Zeit verkürzt, die zum Einarbeiten neuer Ingenieure erforderlich ist. Wenn die Ingenieure wichtige Aspekte des Netzwerks im Gedächtnis verwahren, wird es sehr schwierig für neue Teammitglieder, sich einzuarbeiten und effektive Problemlöser zu werden. Im Endeffekt profitiert das Unternehmen genau so wie die Netzwerk-Gruppe von der Netzwerkdokumentation.

Hocheffiziente Netzwerke entstehen nicht von selbst. Sie sind das Ergebnis einer konzentrierten Anstrengung seitens derer, die für das Netzwerk verantwortlich sind. Während diese Bemühungen nicht alle Probleme mit Netzwerk und Anwendungen beseitigen werden, werden sie deutlich die Zeit verkürzen, die zur Lösung dieser Probleme erforderlich ist. Der hocheffektive Netzwerkmanager versteht, dass diese nicht alle auf einmal geschehen. Es kostet Zeit, Zustimmung vom Management zur Unterstützung dieser Bemühungen zu erhalten, sowohl bezüglich Budgets als auch in der Erkenntnis, wie diese Bemühungen zu einer Senkung der Kosten für das Unternehmen führt.

Netzwerktechnikergruppen sind oftmals in ihren Methoden festgefahren und sträuben sich gegen jegliche Änderungen in ihren Methoden. Sie haben festgestellt, dass die Techniken, die sie verwendet haben, erfolgreich sind. Wenn sie die Schulung und die notwendigen Tools erhalten, Netzwerk-Installationen überprüfen und das Netzwerk dokumentieren, werden sie feststellen, dass Zeit auf die Arbeit an neuen und interessanten Projekten statt auf Problembehandlung konzentriert werden kann.
 

 
 
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