Die Schlüssel zum Königreich: Wie die heutigen Netzwerk-Profis eine zunehmend drahtlose Welt verwalten | enterprise.netscout.com

Die Schlüssel zum Königreich: Wie die heutigen Netzwerk-Profis eine zunehmend drahtlose Welt verwalten

Ergebnisse einer kürzlich durchgeführten Umfrage unter mehr als 175 Netzwerk-Ingenieuren
 

"Organisationen sehen WLAN nicht mehr als nur ein Werkzeug zum Senken von Kosten sondern als ein Mittel zum Ändern, wie sie durch den Einsatz von Technologie arbeiten, einschließlich des allgegenwärtigen Zugriffs auf das Netzwerk und der Annahme neuer Arten von Geräten. 1"




EINFÜHRUNG

Das obige Zitat aus der Umfrage „Wireless LAN Strategies and Vendor Leadership“ der nordamerikanischen Unternehmen im Oktober letzten Jahres, zeigt wirklich, wie wichtig Wireless geworden ist. Es ist nicht mehr nur nett zu haben, das Wireless Local Area Network (WLAN) ist jetzt eine kritische Komponente für Netzwerk-Infrastruktur.

Die gleiche IHS Umfrage berichtet, dass die Investitionen in Wireless schneller wachsen als jeder andere Teil von Enterprise-Zugangsnetzwerken, da Unternehmen von der Bereitstellung von Wireless als Annehmlichkeit dazu wechseln, darauf zu zählen, dass es ihre digitale Geschäftstransformation antreibt. 2

All das bedeutet, dass in einer übervernetzten, immer eingeschalteten Welt, die immer mehr von drahtlosen Zugriff dominiert wird, Netzwerk-Operationen mehr als nur eine Gatekeeping-Funktion sind, sie sind absolut notwendig. Sie können entweder einer Organisation drastisch bei ihrem Fortschritt helfen oder ihren Fortschritt stark behindern. Kurzum, das Network Operations-Team hält wirklich die Schlüssel zum Königreich.

Das ist alles sehr gut und fein – es sei denn, natürlich, man ist der Netzwerktechniker, von dem erwartet wird, weiterhin perfekte Verfügbarkeit ohne Verzögerungen zu leisten. Dann ist es nicht mehr der Stoff zukünftiger Legenden; es ist nur eine ständige Herausforderung.

Wie verwalten also die heutigen Netzwerk-Profis eine zunehmend drahtlose Welt? NETSCOUT hat kürzlich mehr als 175 Netzwerk-Ingenieure aus mittelgroßen bis großen Organisationen in Nordamerika in den unterschiedlichsten Branchen dazu befragt.

Hauptpunkte:

  • Da Netzwerke immer komplexer werden, wird es immer schwieriger für Netzwerk-Ops-Teams mitzuhalten
  • Es besteht eine deutliche Kluft dazwischen, wie Netzwerk-Ops-Profis ihre Zeit verbringen und was die obersten Prioritäten und Anliegen ihrer Abteilung sind
  • Es gibt keinen einheitlichen Standard für die Konfiguration und Verwaltung eines WLAN, was bedeutet, dass Netzwerk-Ingenieure neue Prozesse, Tools und Geräte lernen und anwenden müssen, wenn sie von einem Unternehmen zum nächsten wechseln, oder sogar von einem Job zum anderen.
  • In Anbetracht der Umfragedaten und der wichtigsten Schlussfolgerungen haben wir festgestellt, dass angesichts der kritischen Rolle des WLAN für Business-Transformation und der erheblichen Herausforderungen für die Netzwerk-Ingenieure mit dessen Verwaltung, standardisierte Abläufe und Checklisten den Netzwerk-Ingenieuren ihre Aufgaben erleichtern würden, bei gleichzeitiger Verbesserung der Netzwerkleistung.

    Auf den folgenden Seiten teilen wir die Ergebnisse der Umfrage mit, untersuchen die wichtigsten Schlussfolgerungen und erklären, wie WLANs, ein legendäres Flugzeug des zweiten Weltkriegs und Intensivmedizin-Prozesse in einer Intensivstation ein gemeinsames Bedürfnis teilen.

    Wichtige Datenpunkte:

    • 63 % der Netzwerk-Ops-Teams bestehen aus weniger als 10 Mitgliedern, aber 45 % aller Teams verwalten 20 oder mehr Sites, von denen die meisten mindestens fünf Access-Points haben
    • 80 % der Netzwerk-Ops-Gruppen haben kein dediziertes WLAN-Team, obwohl Investitionen in WLAN schneller als jeder andere Teil der Unternehmensnetzwerk-Zugriffsnetzwerke wachsen3
    • 10 % der Netzwerktechniker verbringen mehr als 25 % Prozent ihrer Arbeitszeit mit der Reparatur von WLAN-Netzwerken und weitere 29 % verbringen mindestens 12 % ihrer Zeit mit der Fehlersuche, statt Projekte zu planen oder ihr Netzwerk zu konfigurieren/modernisieren
    • Als Gruppe berichteten die Befragten, dass sie 21 verschiedene Gerätehersteller und 27 Tools zur Fehlerbehebung verwenden

    Schlussfolgerung 1

    Netzwerke werden immer komplexer, und es wird immer schwieriger für Netzwerk-Ops-Teams, sie zu verwalten.
    Als Norman Abramson, Professor an der University of Hawaii, 1971 das erste drahtlose Computer-Kommunikationsnetz erfunden hat, war es ein recht rudimentäres Netzwerk von acht über vier Inseln verteilten Computern und stützte sich auf Amateur-Funkgeräten4.

    Seitdem haben sich WLANs über den Globus verbreitet und Milliarden von Nutzern und Millionen von Access Points (APs) hinzugefügt und bieten mehr Leistung, Zuverlässigkeit, Komfort und – natürlich – Komplexität. Der heutige Netzwerktechniker ist ziemlich gestresst. Die Mehrheit der Befragten (58 %) berichtet, dass sie mehr als 10 geographisch verteilte Standorte unterstützen, 45 % davon unterstützen 20 oder mehr. Dies wird gesteigert durch die Anzahl der APs an jedem Standort, in der Regel mehr als fünf. Diese Anzahl der APs wird nur zunehmen, der IHS-Studie zu Folge, in der Organisationen aussagten, dass sie erwarteten, in den nächsten zwei Jahren die APs um 15 % jährlich zu vermehren5.

    Aus technologischer Sicht wird es nicht leichter. Zwei Drittel der Befragten (67 %) verwalten WLAN, die mit einer Mischung aus Netzwerkstandards funktionieren. Angesichts der Kosten für Upgrades wird die Umstellung auf 802.11ac wahrscheinlich über einen längeren Zeitraum hinweg erfolgen. Von den in der Umfrage vertretenen Organisationen, die noch nicht auf den neuen Standard umgestiegen sind, werden nur 21 % vor Ablauf des Jahres komplett, 36 % nur teilweise umgestiegen sein, und 43% noch weiter davon entfernt sein.

    Angesichts der zunehmenden Komplexität und Investitionen in WLAN-Geräte wäre es sinnvoll, eine entsprechende Zunahme in Fachpersonal für Drahtlos-Netzwerke zu haben, aber das ist laut der Umfrage nicht der Fall. Etwa 80 % gaben an, dass ihre Organisation kein dediziertes Wireless-Team hatte.

    Abbildung 1a: Anzahl der unterstützten Standorte



    Abbildung 1b: Durchschnittliche Anzahl der APs pro Standort

    Schlussfolgerung 2

    Es besteht eine deutliche Kluft zwischen den Aktivitäten der Netzwerk-Ops-Profis und den obersten Prioritäten und Anliegen ihrer Abteilung.
    Während Netzwerk-Profis viele der gleichen Bedenken wie ihre Arbeitgeber nennen, zeigt die Art und Weise, wie sie ihre Zeit verbringen, eine größere Konzentration auf reaktive Probleme, statt auf proaktive Bemühungen. In unserer Umfrage nannten 39 % der Ingenieure Netzwerkleistung und Zuverlässigkeit als ihr wichtigstes Anliegen, dicht gefolgt von Sicherheit (26 %) und dann Kapazität/Abdeckung (21 %), letzteres wahrscheinlich das Resultat von Beschwerden von einzelnen Benutzern.

    Diese Prioritäten stimmen mit der IHS-Umfrage überein, in der Organisationen aussagten, dass Sicherheit ihr Hauptanliegen war (46 %), gefolgt von Zuverlässigkeit (31 %) und Leistung (26 %). Wenn die IHS-Studie Zuverlässigkeit und Leistung in einer Kategorie kombiniert hätte (wie die NETSCOUT-Umfrage), wäre die Reihenfolge der Bedenken ein perfektes Spiegelbild.

    Interessanterweise berichteten 2 Befragte, dass sie überhaupt „keine Bedenken“ hätten. Wir überlassen es unseren Lesern, diese bestimmte Statistik für sich zu interpretieren.

    Die täglichen Aktivitäten zeigen jedoch eine entschiedene Neigung in Richtung reaktive Brandbekämpfung. Etwa 39 % der Netzwerktechniker verbringen mindestens fünf Stunden (oder 12 %) jeder Woche mit der Fehlerbehebung an WLAN-Netzen. Und 10 % verbringen 25 % oder mehr mit der Fehlersuche.

    Während man argumentieren könnte, dass ein Teil dieser Zeit mit dem Beheben von Sicherheitsproblemen oder Problemen mit der Leistung/Zuverlässigkeit verbracht wird, sind die Statistiken beunruhigend aus der Sicht, dass diese Fragen und Probleme nicht vorhergesehen werden, so dass sie von vornherein vermieden werden können. Der Punkt ist, keine IT-Organisation will, dass die Benutzer als Frühwarnsystem dienen.

    Abbildung 2: Hauptbedenken



    Schlussfolgerung 3

    Es gibt keinen einheitlichen Standard für die Konfiguration und Verwaltung eines WLAN, was bedeutet, dass Netzwerk-Ingenieure neue Prozesse, Tools und Geräte lernen und anwenden müssen, wenn sie von einem Unternehmen zum nächsten wechseln, oder sogar von einem Job zum anderen.
    Egal ob die Fragen über Technologien, Verfahren, Richtlinien oder Anwendung gestellt wurden, die Antworten deckten in jedem Fall einen unglaublich weiten Bereich ab, was uns zu dem Schluss führt, dass es keine perfekte Methode gibt, ein WLAN zu entwerfen, konfigurieren, verwalten und aktualisieren.

    Während sich diese Schlussfolgerung wie von selbst zu ergeben scheint, gilt sie nicht für die Auswirkungen auf die Laufbahn eines Netzwerktechnik-Profis. Wie bereits erwähnt, haben nur 20 % der an der Umfrage vertretenen Organisationen spezielle Wireless-Teams. Das heißt, dass jeder im Team sich mit drahtlosen Netzwerken „auskennen“ muss. Aber die Art und Weise, wie verschiedene Organisationen WLANs angehen, ist so vielfältig, dass der einzelne Netzwerk-Ingenieur benachteiligt ist, wenn er einen neuen Job beginnt oder mehr Verantwortung in einem bereits vorhandenen übernimmt.

    Zum Beispiel gaben die Befragten als Gruppe mehr als 20 verschiedene Hersteller an, die ihre Organisationen mit Netzwerk-Infrastruktur-Geräten beliefern. Und als sie gefragt wurde, welche Hersteller ihre Tools zur Problembehandlung liefern, nannte die Gruppe mehr als 25 verschiedene Firmen. Was dies für Netzwerktechniker bedeutet ist, dass sie wahrscheinlich mehrmals im Verlauf ihrer Karriere neue Tools und Technologien lernen müssen.

    Und was die Dinge weiter kompliziert: Die Antwort auf die Frage über die Mischung von WLAN-Clients in ihrer jeweiligen Netzwerkumgebung war extrem gestreut. Während etwas mehr als ein Drittel der Befragten keine festen Clients hatte, hatten die anderen zwei Drittel feste Clients. Das Verhältnis zwischen tragbaren und mobilen Clients war einseitiger je nach dem, ob diese Organisationen sie hatten oder nicht, aber die Anteile unterschieden sich sehr, was einen großen Einfluss darauf hatte, wie die Netzwerk-Ingenieure ihre täglichen Aufgaben angingen.

    BYOD ist ein weiterer Bereich mit Variation. Bei der Frage, welchen Einfluss die BYOD-Richtlinien ihrer Organisation auf das Netzwerk hätten, sagten fast ein Viertel (23%) aus, sie hätten keine BYOD-Richtlinien, während andere auf bestimmte Sicherheitsrichtlinien, eine Liste von zugelassenen Geräten, die Verwendung eines segmentierten Netzwerks oder das Verbot von persönlichen Geräten verwiesen.

    Entweder durch BYOD oder aufgrund des Ausstattens der Mitarbeiter mit mehreren Geräten für den Zugriff auf das Netzwerk werden viele Organisationen erleben, wie die Anzahl der auf das Netzwerk zugreifenden Clients die Anzahl der Beschäftigten an einem bestimmten Standort übersteigen werden. Teilnehmer an der Umfrage gaben jedoch eine Vielzahl von Ansätzen zur Planung für diese Situation an. Während 7 % nur ein Gerät pro Mitarbeiter einplanen, plant ein erheblicher Anteil (41 %) zwei oder drei Geräte ein. Und am anderen Ende des Spektrums planen 10 % für mehr als drei Geräte, während 42 % entweder nicht wissen, wie sie für mehrere Geräte pro Person planen sollen oder überhaupt keine Pläne machen.

    Die oben genannten Daten über BYOD-Praktiken und -Richtlinien sind besorgniserregend angesichts der Daten aus der IHS-Umfrage, in der Organisationen aussagten, dass sie erwarteten, dass der Anteil von benutzereigenen Geräten, die Zugriff auf das Netzwerk suchen, von 39 % auf 47 % steigen würde (zusätzlich zu dem Wachstum von 29 % spät 2014)7. Dies zeigt, wie allgegenwärtig BYOD geworden ist.

    Auslagerungs-Praktiken sind ebenso vielfältig. Zum Beispiel, während 46% der in der Umfrage vertretenen Organisationen keine Arbeit auslagern, lagern die restlichen 54 % mindestens eine Schlüsselfunktion aus, die zu institutionellem Wissen beiträgt, die internen Teams helfen würde, ihre WLANs besser zu verwalten, wie z. B. Design (10 %), Verifizierung und Standortanalysen (16 %), Installation (23 %) und Fehlerbehebung (6 %).

    Unter den Befragten lag der Anteil der Benutzer der Cloud für verwaltetes Wi-Fi ungefähr bei 2: 1 zu Gunsten derjenigen, die die Cloud derzeit nicht nutzen oder planen, sie zu nutzen (68 % vs. 32 %). Und von denen, die die Cloud nicht benutzen wollen, sagten 82 %, dass es nichts mit einer „keine-Cloud-Regel“ zu tun hätte.

    Abbildung 3: Auswirkungen von BYOD



    Abbildung 4: Geräte pro Mitarbeiter


    Ergebnis der Umfrage

    Angesichts der kritischen Rolle der WLANs bei der Business Transformation und der Erwartungen der hochvariablen Umgebungen würden standardisierte Prozesse und Checklisten den Netzwerk-Ingenieuren die Jobs erleichtern und gleichzeitig die Netzwerkleistung verbessern

    Für alle, die dieses Dokument lesen und jetzt den Kopf über den Wert der Verwendung von etwas so Einfachem wie einer Checkliste schütteln, hier ist eine kurze Geschichtslektion.

    Es war im Jahr 1935. Der Ort war Wright Field in Dayton, Ohio. Drei Flugzeugbauer waren im Wettbewerb um einen wichtigen militärischen Vertrag für die Lieferung von mehr als 100 Flugzeugen, aber es war schon ziemlich eine beschlossene Sache. Die Boeing-Maschine hatte bereits die anderen beiden Maschinen so ziemlich ausgestochen und die Militärpiloten, die sie getestet hatten, konnten nicht warten, bis sie das Flugzeug fliegen konnten. Diese letzte Demonstration galt nur als Augenwischerei.

    Mit einer Ausnahme: Als das Flugzeug mit zwei erfahrenen Militärpiloten am Steuer die Startbahn hinunterrollte, stieg es reibungslos in die Luft, rollte dann aber plötzlich über einen Flügel ab, stürzte ab und ging beim Aufprall in Flammen auf. Zwei der vier Personen an Bord und einer der Retter starben.

    Was war passiert? Der Chefpilot hatte es versäumt, vor dem Abheben die Höhenrudersperre zu lösen, eine einfache Sache, an die sich ein erfahrener Pilot normalerweise erinnert. Das Militär war nicht völlig bereit, das Flugzeug aufzugeben, und daher steckte eine Gruppe von Piloten die Köpfe zusammen und beschloss, dass etwas benötigt wurde, um sicherzustellen, dass alle Schritte für den Start, für Änderungen während des Fluges und für die Landung in der richtigen Reihenfolge erfolgten. Und damit wurde die Luftfahrt-Checkliste geboren, die die Boeing Airplane Company (wie sie damals genannt wurde) vor dem Konkurs rettete und die Legende von dem „Flying Fortress“ begründete – dem Flugzeug, dem ein großer Anteil an dem Erfolg im zweiten Weltkrieg in Europa zugeschrieben wird8.


    Die kommerzielle Luftfahrt folgte dem Beispiel und erstellte buchstäblich ein Notizbuch von Checklisten für jedes Flugzeugmodell, die dann nach jedem großen Flugzeug-Zwischenfall überarbeitet werden. Es ist keine Übertreibung, wenn Test-Piloten sagen, dass hinter jedem Schritt auf den Checklisten, den sie befolgen, eine Leiche ist.

    Ein weiteres Beispiel für hochqualifizierte Fachkräfte, die Checklisten benötigen, um Leben zu retten: Ärzte.

    In seinem Buch „The Checkliste Manifesto“, beschreibt Chirurg Atul Gawande, wie Ärzte und Krankenschwestern auf Intensivstationen Checklisten verwenden, um Traumaopfer zu retten, nosokomiale Infektionen nahezu zu beseitigen und die Qualität der Pflege zu verbessern.

    Jeden Tag führen Krankenschwestern (und Ärzte) auf Intensivstationen durchschnittlich 178 Aktionen an jedem Patienten unter ihrer Obhut aus9. Das Potenzial für Fehler ist immens, mit tödlichen Resultaten. Die Unterschiede bei den Ergebnissen zwischen Krankenhäusern, die Checklisten verwenden und Krankenhäusern ohne Checklisten sind durch mehrere Studien nachgewiesen worden. Krankenhäuser, die den Einsatz von Checklisten getestet haben, haben deutlich verbesserte Überlebensraten sowie stark reduzierte Infektionsraten und andere Krankenhaus-Fehler verzeichnet.

    Warum hören wir denn nicht mehr über dieses Wunder? Weil so viele Krankenhäuser und Mediziner, die sie leiten, dem Gedanken widerstehen, dass etwas so Einfaches von den brillanten Geistern (und großen Egos) von Chirurgen und anderen Ärzten gefordert werden könnten. Es liegt in der menschlichen Natur, Widerstand zu leisten, wenn man gesagt bekommt, was man zu tun hat, wie man es zu tun hat und in welcher Reihenfolge, aber die Daten sind unwiderlegbar.

    Würden wir die gleiche Lektion auf die sich ständig ändernde WLAN-Umgebung und die Netzwerktechniker-Profis anwenden, die sie überwachen, könnte die Verwendung von Standardprozessen und Checklisten ihre Arbeit möglicherweise einfacher, stressfreier und weniger kostspielig für ihr Unternehmen machen.

    Gehen wir beispielsweise zurück zu all den Funktionen, die möglicherweise ausgelagert werden oder nicht. Wenn Unternehmen von ihren Lieferanten verlangen würden, Standardprozesse und Richtlinien für die Planung, Prüfung, Installation und Fehlerbehebung zu befolgen, hätte das Netzwerk-Operations-Team seine WLAN-Umgebung allein durch das Lesen der Dokumentation fest im Griff.

    Angesichts der großen Zahl der Optionen für Netzwerkinfrastruktur- und Problembehandlungstools, die bei verschiedenen Organisationen im Einsatz sind (und was sich wahrscheinlich nicht in absehbarer Zeit ändern wird), zeichnet sich die Notwendigkeit standardisierter Prozesse und Checklisten sogar noch deutlicher ab. Neu eingestellte Netzwerktechniker würden schneller auf den laufenden Stand kommen. Frisch beförderte IT-Manager hätten ein besseres Gefühl für die gesamte Umgebung, nicht nur die Gebiete, wo sie zuvor gearbeitet hatten. All diese Punkte würden der Organisation Geld sparen und gleichzeitig die Anwendererfahrung verbessern.

    Diese letzte Äußerung ist es wert, wiederholt zu werden. Wenn die Netzwerk-Ops-Teams den gleichen Ansatz annehmen würden, den Piloten und Chirurgen verwenden, um Leben zu retten, das heißt, wenn sie Checklisten verwenden würden, um sicherzustellen, dass Prozesse genau und in der richtigen Reihenfolge befolgt werden, dann könnten Netzwerktechniker dasselbe für ihre Anwender im Unternehmen tun, die behaupten, sie könnten ohne perfekte Verfügbarkeit und Leistung nicht leben.


    Hinweise zur Methodik

    Die Umfrage wurde Ende März 2016 unter mehr als 175 Netzwerk-Ingenieuren aus mittelgroßen Unternehmen bis Großunternehmen in den Branchen Finanzdienstleistungen, Einzelhandel, Gesundheitswesen, Produktion, Bildung, öffentlicher Sektor und anderen durchgeführt. Um sich zu qualifizieren, mussten die Befragten aktiv an der Verwaltung der drahtlosen Netzwerke ihres Unternehmens beteiligt sein.

    Die Ergebnisse der Umfrage basieren nicht auf einer Wahrscheinlichkeitsprobe, daher kann keine Schätzung des Zufallsfehlers berechnet werden. Alle Dezimalstellen in diesem Bericht werden auf den nächsthöheren Prozentpunkt aufgerundet, was dazu führen kann, dass bestimmte Summen etwas mehr oder etwas weniger als 100 Prozent betragen können. Als Prozentsätze ausgedrückte Ergebnisse basieren auf der Anzahl der Befragten, die diese spezifische Frage beantwortet haben.



    1 IHS, Inc. „Wireless LAN Strategies and Vendor Leadership: North American Enterprise Survey“, von Matthias Machowinski, Oktober 2015

    2 Ibid.

    3 Ibid.

    4Wikipedia-Eintrag. https://en.Wikipedia.org/wiki/Wireless_LAN, Zugriff am 28. Mai 2016.

    5 IHS, Inc. „Wireless LAN Strategies and Vendor Leadership: North American Enterprise Survey“, von Matthias Machowinski, Oktober2015.

    6 Ibid.

    7 Ibid.

    8New Yorker Magazine. „The Checklist“ http://www.newyorker.com/magazine/2007/12/10/the-checklist, Zugriff am 31. Mai 2016.

    9 Ibid.

     
     
    Powered By OneLink