EIN NEUES MODELL ZUR BEHEBUNG VON NETZWERKPROBLEMEN | NETSCOUT
Technischer Anwendungsbericht
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EIN NEUES MODELL ZUR
BEHEBUNG VON NETZWERKPROBLEMEN

48 % aller Unternehmen benötigen im Schnitt mehr als einen halben Tag, um Problemberichte abzuarbeiten
Es ist paradox. Obwohl Netzwerke zuverlässiger denn je ausgelegt werden, verbringen Unternehmen nach wie vor signifikante Zeit mit der Problembehandlung und stehen unter dem Druck, den Zeitaufwand für das Lösen von Problemen zu verringern. Das vorliegende Whitepaper behandelt neueste Lösungen zur Behebung von Netzwerkproblemen und erläutert, wie eine neue Vorgehensweise – aufbauend auf dem OneTouch™ AT Network Assistant von NETSCOUT – den Zeitaufwand für die Problembehandlung um eine ganze Woche pro Monat reduzieren kann.

Gehören Probleme der Vergangenheit an?

Netzwerke werden Jahr um Jahr zuverlässiger. Neue Standards versprechen Interoperabilität, neue Geräte vereinfachen die Konfiguration und fortschrittliche Überwachungslösungen bieten die Möglichkeit, Probleme zu erfassen, bevor sie sich auf die Benutzer auswirken. IT-Abteilungen stehen am Anfang einer Epoche, in der Probleme der Vergangenheit angehören.

Ist das die Realität? Eine aktuelle Umfrage von mehr als 300 teilnehmenden Netzwerkexperten aus großen und mittelständischen Unternehmen ergab folgendes:
  • 48 % aller Unternehmen benötigen im Schnitt mehr als einen halben Tag, um Problemberichte abzuarbeiten
  • 46 % aller Unternehmen kämpfen damit, den Zeitaufwand bis zum Abschluss der Problemberichte zu reduzieren.
  • 25 % ihrer Arbeitszeit verbringen Netzwerkexperten damit, Probleme zu beheben.
Warum ist dies der Fall, obwohl so viele IT-Fortschritte darauf ausgelegt sind Probleme zu vermeiden? Eine Erklärung ist, dass für jeden Fortschritt in den Bereichen Zuverlässigkeit und Einfachheit ein entgegengesetzt wirkender technologischer Fortschritt eintritt, der das Ganze komplizierter gestaltet: Unified Communications, 802.11AC, Cloud Computing oder IPv6. Unabhängig vom Grund der Probleme steht dennoch fest, dass durch Verbessern der Problemlösungsproduktivität noch viel gewonnen werden kann.

Für eine verbesserte Produktivität von Problembehandlungs-Tools müssen diese nicht nur mit Technologieänderungen Schritt halten, sondern auch fortwährend die Problemlösungsprozesse verbessern.

Wie die Problembehandlung heutzutage durchgeführt wird

Die große Mehrheit (72 Prozent) der Unternehmen verwendet für die Problembehandlung keinen Standardprozess. So unterscheiden sich nicht nur die im Unternehmen verwendeten Prozesse, sondern auch die verwendeten Tools. Die Teilnehmer einer Standortanalyse gaben an, bis zu acht unterschiedliche Arten von Tools zur Problemlösung zu verwenden. In 47 Prozent aller Fälle waren mindestens zwei Tools oder sogar mehr erforderlich. Bei derart unterschiedlichen Fehlerbehebungsverfahren und -tools überrascht es nicht, dass 63 Prozent der Fehlerbehebungssitzungen mehr als eine Stunde in Anspruch nehmen.

Ein Aspekt der Problemlösung sollte darüber hinaus separat betrachtet werden: In vielen Fällen können Techniker ein Problem nicht alleine beheben. Insbesondere bei sehr komplexen Problemen ist eine zusätzliche Unterstützung erforderlich. In anderen Fällen liegt das Problem möglicherweise außerhalb ihres Verantwortungsbereiches, was die Zusammenarbeit mit einer anderen unternehmensinternen Gruppe (Server Management oder Applikationsentwickler) oder mit einer externen Gruppe (Service Provider bzw. Gerätehersteller) erfordert. Dies sind beileibe keine Einzelfälle: Unsere Untersuchungen zeigen, dass ein Anteil von 41 Prozent aller Probleme einen gewissen Grad an Zusammenarbeit erfordert. Dies kann einen übermäßigen Zeitaufwand bedeuten; insbesondere aus zwei Gründen: Zunächst kann ein aufgetretenes Problem für die verantwortlichen Parteien nicht immer einfach transparent gemacht werden. Darüber hinaus ist der Techniker möglicherweise nicht in der Lage, die für diese Probleme – in 19 % der Fälle – häufig erforderlichen Trace-Dateien aufzuzeichnen.
Für eine verbesserte Produktivität von Problembehandlungs-Tools müssen diese nicht nur mit Technologieänderungen Schritt halten, sondern auch fortwährend die Problemlösungsprozesse verbessern

Eine Studie zu Problemlösungstechniken

Dieses Whitepaper bezieht sich auf die von NETSCOUT durchgeführte Studie von 315 Netzwerkexperten im April 2012. Die Teilnehmer kamen aus unterschiedlichen Branchen mit mittelgroßen bis großen Netzwerken. Bei den meisten Teilnehmern handelte es sich um Netzwerk-Support-Mitarbeiter der obersten Ebene.

Abbildung 1: Welche dieser Tools verwendeten Sie für die Fehlerbehebung des letzten bei Ihnen aufgetretenen Benutzerproblems?

Abbildung 2: Wie viele Problemmeldungen bearbeiten Sie in einem typischen Monat?

Abbildung 3: Wie viel Zeit benötigt Ihre Gruppe im Durchschnitt, um ein Problembericht abzuschließen? Beachten Sie, dass 48 Prozent aller Befragten mehr als vier Stunden angeben.

Abbildung 4: Was war die Hauptursache des letzten von Ihnen behobenen Benutzerproblems? (Mehrere Antworten sind zulässig.)

Im Rahmen der Standortanalyse wurden Teilnehmer aufgefordert, die Hauptursache des letzten von Benutzern gemeldeten Problems zu identifizieren; es konnten mehrere Ursachen gleichzeitig ausgewählt werden. Die häufigste Ursache waren in 27 % der Fälle Netzwerkprobleme (drahtgebunden oder Wi-Fi). Wenn jedoch Endbenutzer-Konfiguration oder Betriebsprobleme kombiniert betrachtet wurden, stellten diese beiden Ursachen zusammen 42 % der Fälle.

Der OneTouch AT identifiziert die häufigsten Netzwerkprobleme in circa einer Minute1

Änderung des Problemlösungsmodells

Das Ziel von NETSCOUT war es, den Gesamtprozess der Problemlösung zu verkürzen. Wie bereits erläutert, bestand der Prozess herkömmlicherweise aus zwei Stufen: individuelle Problembehandlung und Zusammenarbeit bei Bedarf. Um die Problembehandlung zu beschleunigen, entwickelte NETSCOUT einen dreistufigen Prozess und entwarf für diesen ein neues Tool. Der dreistufige Prozess gestaltet sich folgendermaßen:

1. Automatisiertes Testen
2. Fehlersuche
3. Zusammenarbeit

Der OneTouch™ AT Network Assistant verbessert jede einzelne Stufe und sorgt für signifikante Zeiteinsparungen bei der Problemlösung.

Schritt 1: Automatisiertes Testen

Eine weitere Stufe hinzuzufügen scheint zunächst nicht zur Zeitverringerung beizutragen. Wenn diese zusätzliche Stufe jedoch zu tatsächlichen Zeiteinsparungen bei den darauffolgenden Stufen führt, wird die Gesamtzeit reduziert. Dies ist der Sinn der automatisierten Tests.

Der OneTouch AT identifiziert die häufigsten Netzwerkprobleme in circa einer Minute1. Er führt eine sorgfältige Netzwerkanalyse vom Standpunkt eines Endbenutzers durch. Es dauert etwa eine Stunde, eine entsprechende Analyse manuell durchzuführen2. Der OneTouch AT führt die gleichen Tests in einer Minute durch. Die Tests sind konfigurierbar und können zwischen zehn Sekunden und einigen Minuten in Anspruch nehmen, wobei der Großteil weniger als eine Minute erfordert. Die Ergebnisse werden mit benutzerdefinierten Grenzwerten verglichen, um so zu einem einfachen Pass-/Fail-Ergebnis zu gelangen. Mit dieser Vorgehensweise können Techniker die häufigsten Probleme ermitteln, die zu Endbenutzerbeschwerden führen.

Das automatisierte Testen hat mehrere Vorteile. Zunächst sind diese Tests deutlich schneller als typische Trial-und-Error-Tests. Darüber hinaus sind sie gründlicher als manuell ausgeführte Tests, d. h. sie können Probleme identifizieren, die ein Techniker möglicherweise gar nicht in Betracht gezogen hätte. Außerdem ermöglichen sie beliebigen Personen, unabhängig von ihren jeweiligen Fertigkeiten, Tests durchzuführen und Probleme zu identifizieren.

Schritt 2: Fehlersuche

Obgleich der AutoTest eine große Anzahl der Probleme aufdeckt, so können doch nicht alle Probleme auf diese Weise ermittelt werden. Der OneTouch AT bietet ein gewaltiges Arsenal an Problembehandlungsleistung, um den Zeitaufwand für diese Phase zu reduzieren.

AutoTest: Selbst wenn der anfängliche AutoTest ein Problem nicht identifizieren konnte, stehen dem Techniker zur Ermittlung der Fehlerursache alle Messergebnisse zur Verfügung. Darüber hinaus kann der AutoTest in Sekunden zum Testen anderer Server, Anwendungen oder drahtlosen Verbindungen modifiziert und erneut durchgeführt werden.

Drahtgebundene Tests: Ein vollständiger Testsatz ermittelt Daten zu Kabeln, PoE (Power over Ethernet), zum nächsten Switch und zu Netzwerkdiensten. Der OneTouch AT umfasst Webbrowser, Telnet und einen SSH-Client, um die Konfiguration von Netzwerkdiensten (einschließlich Switches und Access Points) zu unterstützen. Das Gerät verfügt über einen Tongeber und kann Switchport-Anzeigen über Flash auf nicht markierte Kabel in überfüllten Verteilerräumen überprüfen. Eine Videosonde kann an den OneTouch AT für die Verunreinigungsprüfung der Endflächen von Glasfaseranschlüssen angeschlossen werden.

Der OneTouch AT macht sich innerhalb von 4 Monaten bezahlt durch Zeiteinsparungen während der Problembehandlung und Netzwerküberprüfung
WLAN-Tests: OneTouch AT bietet mehr Analysemöglichkeiten eines Wi-Fi-Netzwerks als eine Bibliothek aus Freeware- und Shareware-Tools für Wi-Fi, wobei die Ergebnisausgabe in einem einfach zu interpretierenden und leicht verständlichen Format erfolgt. OneTouch AT erfasst alle Netzwerke, APs und Clients in Reichweite und identifiziert schnell Probleme wie unzureichende Sicherheit, Störungen, Bandwidth Hogs (Internet-Dauernutzer), überlastete Kanäle, nicht autorisierte Geräte und mehr.

Schritt 3: Zusammenarbeit

Wie bereits erwähnt, müssen Netzwerktechniker regelmäßig zur Problemlösung mit weiteren Personen zusammenarbeiten. Das Weiterleiten der korrekten Informationen an die richtigen Personen kann jedoch Tage in Anspruch nehmen. Selbst wenn der Techniker während dieser Zeit an anderen Problemen arbeiten kann, hilft dies dem Endbenutzer, der seine Arbeit nicht fortsetzen kann, oder dem IT-Manager, der Zielvorgaben zur Problemberichtsbehandlung nicht erreicht, wenig.

OneTouch AT verfügt über Funktionen, die speziell darauf ausgelegt sind, die gemeinsame Problembehandlung mit dem Link-Live Cloud Service zu beschleunigen. Mit dem Link-Live Cloud Service wird alles stets mit der Berichterstattung ohne Berührung erfasst, sodass Sie jederzeit über vollständige Datensätze zu Ihrer Arbeit und den Ergebnissen verfügen. In dieser umfassenden, durchsuchbaren Datenbank können Sie leicht Änderungen im Netzwerk identifizieren. Weder Raumbegrenzung noch Zeitbeschränkung existieren und es besteht kein Bedarf, die Daten von Testgeräten am Ende des Tages von Testgeräten abzurufen und zu übertragen. Dieser Cloud-Service steht allen Handheld-Netzwerk-Tools zur Verfügung: LinkSprinter, LinkRunner AT und AirCheck G2 laden automatisch ihre Testergebnisse hoch, sobald sie erfasst werden. Wenn Sie zu diesem Zeitpunkt keine Anbindung haben, können die Tester die Ergebnisse speichern, welche in den Link-Live Cloud Service übertragen werden, wenn wieder eine Anbindung besteht. Techniker brauchen nicht mehr als Hüter und Transporteure von Testdaten zu fungieren oder sogar sich daran erinnern, auf Speichern zu drücken. Stattdessen können sie ihre Produktivität verdoppeln und Jobs, die früher Wochen benötigten, in Tagen abschließen. Zusätzlichen haben Manager Zugang zu den Dashboards mit den Testergebnissen.

Berichterstattung: Ein detaillierter Bericht über alle vom OneTouch AT durchgeführten Tests und Beobachtungen werden im Link-Live Cloud Service gespeichert. Damit kann der Techniker einem Kollegen während der Problembeobachtung genau aufzeigen, welche Probleme vorliegen. Diese Ergebnisse beinhalten Ergebnisse, die möglicherweise ein unerfahrener Techniker nicht näher betrachtet, aber von einem eher erfahrenen Teammitglied erkannt werden und zu Evaluierungszwecken herangezogen werden können.

Inline-Datenpaketerfassung: Eine Trace-Datei ist für äußerst komplexe Probleme bzw. als Nachweis für Außenstehende wie Applikationsentwickler, Service Provider und Gerätezulieferer unverzichtbar. Das Erfassen dieser Daten erfordert üblicherweise eine Neukonfiguration von Switches oder ein Netzwerk-Tap. Dies kann 30 Minuten oder länger dauern. Hinzu kommt, dass viele Techniker möglicherweise keinen Zugriff auf die Switch-Bereitstellung bzw. auf Taps haben. Dies bedeutet weitere Verzögerungen, während das Problem an andere Personen delegiert wird.

OneTouch AT kann mit wenigen Bildschirmberührungen eine Inline-Datenpaketerfassung durchführen, ohne dass ein Zugriff auf Switches oder Taps erforderlich ist. Dies bedeutet, dass ein Techniker die problematischen Datenpakete umgehend aufzeichnen kann, noch während der Benutzer das Problem demonstriert.

Remote-Benutzeroberfläche über das Internet: Wohingegen ein Kollege nicht immer vor Ort am Problemstandort sein kann, so ist der Zugriff auf und die Steuerung des OneTouch AT immer über externe Geräte wie PC, Tablet-Computer oder Smartphones möglich. Der Remote-Benutzer kann nicht nur sehen, was der Techniker sieht, sondern auch den OneTouch AT steuern und Trace-Dateien oder Berichte auf das eigene Gerät exportieren.

Kamera: Wenn eine Web-Cam mit dem USB-Port des OneTouch AT verbunden wird, kann der Remote-Helfer über Live-Video die tatsächliche Umgebung des Technikers sehen. Dies ist von Vorteil, wenn der Techniker sich in einem Verteilerraum oder einem Datenzentrum befindet und der Remote-Kollege beispielsweise den Switch oder das Patchpanel genau sehen muss.

Einsparungen

Der erste Schritt zum Abschätzen der durch den OneTouch AT möglichen Einsparungen ist das Messen der Zeiteinsparungen bei allen drei Teststufen.

Automatisiertes Testen: Tabelle 1 vergleicht den Zeitaufwand für die Durchführung der AutoTest-Funktionen mit der tatsächlich von AutoTest benötigten Zeit. Die Zeit hängt von den Fähigkeiten des Technikers sowie davon ab, wie viele Anwendungen getestet werden müssen.

Problembehandlung: In diesem Bereich lassen sich die Einsparungen nicht so einfach quantifizieren, da diese sehr stark vom eigentlichen Problem und den Fertigkeiten des Technikers abhängen. Die Anwender von Handheld-Lösungen für die Netzwerkprüfung von NETSCOUT melden im Allgemeinen eine um 30 bis 40 Prozent schnellere Problembehandlung, aber dies kann als „Bonus“ über das hier Erläuterte hinaus betrachtet werden.

Zusammenarbeit: Wir haben den Zeitaufwand für das Einrichten der Datenpaketerfassung über Portspiegelung (etwa 20 Minuten) mit dem für die Inline-Datenpaketerfassung mit OneTouch AT (etwa 3 Minuten) verglichen, um so die Zeiteinsparungen zu quantifizieren. In Fällen, in denen der Techniker keinen Zugriff auf Switches hat, also diese auch nicht neu konfigurieren kann, sind die Zeiteinsparungen deutlich größer.

Bessere Zusammenarbeit bedeutet mehr Vorteile durch das Reduzieren des gesamten Zeitaufwands zum Abschließen von Problemberichten. Ohne OneTouch AT ist es häufig schwierig, alle relevanten Daten den jeweils entscheidenden Personen schnell zukommen zu lassen. Dies ist eine signifikante Ursache dafür, dass Problemberichte teilweise über Tage hinweg nicht abgeschlossen werden können. Mit einem OneTouch AT kann der ursprünglich betraute Techniker Berichte oder Trace-Dateien erstellen und diese freigeben sowie dem Rest seines Teams externen Zugriff in Echtzeit ermöglichen. Auf diese Weise verringert sich zwar nicht notwendigerweise der vom Mitarbeiter benötigte Zeitaufwand zum Lösen eines Problems, aber ganz deutlich der Zeitraum, den ein Endbenutzer auf die Lösung eines Problems wartet.

Einmal mehr ist ein solcher Vorteil nur schwer zu quantifizieren – weswegen wir es auch nicht versuchen werden. Für viele Unternehmen ist die oben genannte Tatsache jedoch wertvoller als tatsächlich an Arbeitsaufwand eingesparte Zeit der Abteilungsmitarbeiter.

Schlussfolgerung

Eine Schätzung der dank der Nutzung des OneTouch AT zu erwartenden Einsparungen wird in Tabelle 1 dargestellt. Selbst wenn nicht berücksichtigt wird, dass Zeit bei der individuellen Problembehandlung eingespart wird, sollte der Erwerb des Spitzenmodells nach spätestens sechs Monaten amortisiert sein.

AutoTest-Einsparungen
Problemberichte pro Monat und Techniker 20 (Durchschnitt)
Minuten pro Bericht 90
Dauer des AutoTests 1 Minute
Benötigte Zeit zur manuellen Ausführung von AutoTest-Funktionen
(lt. Tabelle 1)
60 Minuten
Zeiteinsparung pro Bericht 59 Minuten
Stundenersparnis pro Monat 19,7 pro Techniker
Einsparungen durch Zusammenarbeit
Prozentsatz mit erforderlicher Datenpaketerfassung 19 % (Durchschnitt)
Anzahl mit erforderlicher Datenpaketerfassung 3,8
Zeit zum Einrichten der Datenpaketerfassung 20 Minuten
Einrichtung der Datenpaketerfassung mit OneTouch AT 3 Minuten
Zeiteinsparung pro Aufzeichnung 17 Minuten
Stundenersparnis pro Monat 1,1 pro Techniker
Benutzeranzahl 2 pro OneTouch AT
Gesamte Zeiteinsparung 41 Stunden pro Monat
Einsparungen in US-$
Stundensatz 60 USD
Gesamteinsparungen pro Monat 2.489 USD
Preis – OneTouch AT 10.000 USD
Amortisierung 4,0 Monate

Tabelle 1: Schätzung der Zeit- und Kosteneinsparungen durch den OneTouch AT.

Abbildung 5: Fasst die Konzepte dieses Papiers zusammen: Die Art und Weise, auf die OneTouch AT Zeiteinsparungen gegenüber herkömmlichen Methoden über den gesamten Problemlösungsvorgang realisiert.

Anhang A – Eine einstündige Problembehandlung in nur einer Minute

Das Ermitteln einer Ursache ist äußerst wichtig, kann jedoch weitere Schritte erfordern. Beispielsweise kann bei einem Arztbesuch, unabhängig von der Beschwerde, zunächst eine Arzthelferin das Gewicht, den Blutdruck und sonstige Messwerte sowie die Patientenhistorie prüfen. Dies bedeutet nicht nur einen geringeren Zeitaufwand für den Arzt, sondern kann auch Probleme aufdecken, die anderenfalls möglicherweise übersehen würden.

Dieses Grundprinzip gilt auch für das Testen eines Netzwerks. Da Ihr Team üblicherweise keine Arzthelfer(innen) umfasst, führt der OneTouch AT automatisch einen vollständigen Test der Netzwerk-Lebenszeichen als AutoTest durch, der eine Stunde herkömmlicher Tests in etwa eine Minute komprimiert. Die Ergebnisse werden mit benutzerdefinierten Grenzwerten verglichen, um so zu einem einfachen Pass-/Fail-Ergebnis zu gelangen. Diese Vorgehensweise spart nicht nur Zeit, sondern erlaubt es Technikern auch, eine größere Anzahl Probleme zu lösen.

Testschritt OneTouch-Netzwerk
Assistent (AutoTest)
Herkömmliche Methoden
Einfache Anbindung (Kabel oder Wi-Fi) 1 Minute Kabeltester, PC, Wi-Fi-Dienstprogramme 5 Minuten
Infrastrukturdienste PC, Dienstprogramme 5 Minuten
WLAN-Betrieb und -Leistung Zwei PCs, iPerf 10 Minuten
Netzwerkdienste und Applikationsleistung Datenpaketerfassung, Protokoll-Analyzer 40 Minuten
(drei Anwendungen)

Tabelle 2: OneTouch AutoTest führt den Gegenwert von fast einer Stunde manueller Tests in einer Minute aus.

Einfache Anbindung: OneTouch AT testet sowohl Kabel- als auch Wi-Fi-Anbindung. Auf der drahtgebundenen Seite werden die physische Schicht einschließlich Verkabelung und PoE getestet und die Switchport-, Geschwindigkeits- und Duplex-Einstellungen sowie der Switchport selbst und VLAN ermittelt. Bei Wi-Fi werden Anbindung und Sicherheitseinstellungen für den nächstgelegenen AP überprüft und Verbindungsgeschwindigkeiten getestet.

Infrastrukturdienste: OneTouch AT testet Verfügbarkeit und Antwortzeit von DNS und DHCP sowohl über das kabelgestützte Netzwerk als auch über das WLAN.

WLAN-Betrieb und -Leistung: Der exklusive Test misst die tatsächliche WLAN-Leistung, indem Datenverkehr vom Wireless-Port ausgehend angelegt und über den nächstgelegenen AP zur kabelgebundenen Infrastruktur und zurück zum drahtgebundenen Port geleitet wird. Der Test wird zeitgleich in die entgegengesetzte Richtung durchgeführt, wobei Upstream- und Downstream-Rate programmierbar sind. Der Test gibt Messergebnisse für Durchsatz, Verlust, Latenz und Jitter in beide Richtungen aus. Die letzten beiden Werte sind unerlässlich für die Leistungsqualität einer Echtzeitanwendung wie Video-Streaming oder Voice-over-Wi-Fi.

Netzwerkdienste und Applikationsleistung: Diese Tests bieten eine detaillierte Aufschlüsselung der Applikationsleistung durch eine Analyse der tatsächlichen Interaktion mit dem getesteten Server/Dienst. Sieben verschiedene Tests/Anwendungen werden unterstützt und können für spezifische Sites oder Anwendungen angepasst werden, unabhängig davon, ob diese lokal oder über Cloud-basierte Anbieter gehostet werden.

Die detaillierte Aufschlüsselung stellt die in Abbildung 7 gezeigten Ergebnisse bereit und zeigt sie für kabelgebundene sowie Wi-Fi-Netzwerke nebeneinander, was einen einfachen Vergleich ermöglicht.

Die Gesamtmessung kann dazu verwendet werden, die Leistung einer Anwendung zu quantifizieren, während die Details dazu geeignet sind, die Ursachen einer verlangsamten Leistungserbringung zu ermitteln, unabhängig davon, ob es sich dabei um Netzwerk, Applikationsserver oder DNS-Server handelt. Ein Experte kann eine Analyse dieser Stufe mit einem Protokoll-Analyzer zwar in zehn bis zwanzig Minuten liefern – sobald er über eine Trace-Datei verfügt –, mit dem OneTouch AT ist Vergleichbares über den Standard-AutoTest jedoch nach einer Minute möglich.

Abbildung 6: Der Test misst die Leistung von Kabel- und Wi-Fi-Netzwerken.

Abbildung 7: Die Tests zur Applikationsleistung bieten eine detaillierte Aufschlüsselung der Antwortzeiten von Servern und Diensten.

Anhang B: Liste der Probleme, die durch den AutoTest von OneTouch AT Network Assistant erfasst werden

Glasfaserprobleme Falsches SFP/unterschiedliche Anbieter,verschmutzte Glasfaserendfläche*, defekter Port/beschädigte Glasfaser, geringe Leistung
Twisted-Pair-Probleme Offenes Kabel, schlechte Kabelbelegung, kurzgeschlossene Kabel, falsch gekennzeichnete/nicht dokumentierte Kabel*, überlange Kabel, defekter Port
PoE Nicht verfügbar oder deaktiviert, Switch-Leistung nicht ausreichend, falsche Pins, geringe Spannung, keine Ethernet-Spannung, geringe Leistung unter Last, nicht übereinstimmende Negotiation für Klasse 4
Verkabelungsstrecke Polarität stimmt nicht überein, niedrige Verkabelungsebene, Empfangspaar-Probleme (MDIX), nicht übereinstimmende Übertragungsraten, Duplex-Fehlanpassung
Switchport Falscher Switch, falscher Port, falsches Daten-VLAN*, falsches Sprach-VLAN*, instabile Switch-Uptime*, Switchüberlastung*, Switch-Fehler*, FCS-Fehler*, Framegrößen-Fehler*, sonstige Framefehler (7)*, übermäßiger Broadcast-Verkehr*, übermäßiger Multicast-Verkehr
Wi-Fi Falsche Sicherheitseinstellungen, AP fehlt, AP falsch konfiguriert, AP nicht verbunden, WLAN-Controller-Probleme*, übermäßiges Rauschen*, AP-Überlastung*, übermäßige Kanalnutzung*, zu viele APs im Kanal*, AP-Überlappung bei Kanälen*, Roaming-Probleme*, nicht autorisierte APs*, sucht nicht autorisierte APs*, Ad-hoc-Netzwerke*, unzureichende Netzwerkabdeckung, langsame Verbindung, Bandwidth Hogs (APs und Client)*, fehlerhafte Client-NIC*
Veri-Fi Falsche QoS-Einstellungen*, MTU-Probleme*, Port-Probleme*, Upstream-Bandbreitenprobleme, Downstream-Bandbreitenprobleme, IPv6-Probleme*, starker Verlust, Latenzprobleme*, Jitterprobleme*, Sequenzierungsprobleme*
DHCP Fehlt, langsam, keine Adressen mehr verfügbar, falsche Lease-Dauer, nicht autorisierter DHCP-Server, drahtgebundene und Wi-Fi-Konfigurationsprobleme, doppelt belegte statische IP-Adresse, fremdbestimmte IP-Adresse, fehlerhafte Adressenbereitstellung, fehlerhafte Subnetzbereitstellung, falsche Router-Adresse, falsche DNS-Adresse
DNS Fehlt, langsam, kein sekundärer Server*, drahtgebundene und Wi-Fi-Konfigurationsprobleme*
Gateway Fehlt/Fehlgeschlagen, nicht IPv6-fähig*, instabile Gateway-Uptime*, überlastet*, schlechter Datenverkehr*, falsche Routing-Protokolle*
Erkennung Falsches VLAN*, falsches Subnetz*, unerwartete IPv4/IPv6-Geräte
Web (HTTP) DNS-Abfragefehler, langsame DNS-Abfrage, Server nicht verfügbar, langsame Verbindung, Server startet langsam, drahtgebundene und Wi-Fi-Transportprobleme, IPv4- und IPv6-Transportprobleme
Ping (ICMP) DNS-Abfragefehler, langsame DNS-Abfrage, Server nicht verfügbar, langsame Verbindung, fehlerhafte MTU-Konfigurationen, drahtgebundene und Wi-Fi-Transportprobleme, IPv4- und IPv6-Transportprobleme

Anhang B: (Fortsetzung)

Connect (TCP) DNS-Abfragefehler, langsame DNS-Abfrage, Server nicht verfügbar, langsame Verbindung, Firewall falsch konfiguriert für Ports, drahtgebundene und Wi-Fi-Transportprobleme, IPv4 und IPv6-Transportprobleme
Multicast (IGMP) Kein Server-Multicasting, Switch-IGMP-Überwachung deaktiviert, falsche Portkonfiguration, Server-Authentifizierung
Datei (FTP) Langsames WAN, DNS-Abfragefehler, langsame DNS-Abfrage, Server nicht verfügbar, langsame Verbindung, Server startet langsam, drahtgebundene und Wi-Fi-Transportprobleme, IPv4 und IPv6-Transportprobleme
Video (RTSP) Langsames WAN, DNS-Abfragefehler, langsame DNS-Abfrage, Server nicht verfügbar, langsame Verbindung, Server startet langsam, drahtgebundene und Wi-Fi-Transportprobleme, IPv4 und IPv6-Transportprobleme

* Möglicherweise ist nach dem AutoTest ein zweiter Test erforderlich.

1 Vgl. Anhang A, „Eine einstündige Problembehandlung in nur einer Minute“
2 Vgl. Anhang B, „Probleme, die durch den AutoTest von OneTouch AT Network Assistant erfasst werden“

 
 
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